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Paradox: Junge Leute finden BU-Versicherung super, schließen aber keine ab

Fast alle jungen Berufstätigen halten private Vorsorge gegen Einkommensausfälle für wichtig, eine BU-Police haben aber nur wenige bereits abgeschlossen. Am liebsten tun würden sie dies begleitet durch professionelle Beratung.

Junge Berufstätige

Der Wille ist anscheinend da, dennoch haben nur wenige Berufstätige in ihren 20ern bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. | Quelle: StefaNikolic

Junge Deutsche sind fast einstimmig (91,5 Prozent) der Meinung, dass private Absicherung gegen längere Einkommensausfälle wichtig ist. Das zeigt eine Civey-Befragung im Auftrag der Canada Life unter 1.000 Berufstätigen zwischen 20 und 30 Jahren. Allerdings haben nur 36,8 Prozent von ihnen bislang eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abgeschlossen.

Diese Haltung fußt offenbar auf unrealistischen Annahmen. Denn der Großteil (49,4 Prozent) verlässt sich darauf, die Phase des Einkommensausfalls durch eigene Ersparnisse überbrücken zu können. Ebenfalls viele junge Berufstätige (40,7 Prozent; Mehrfachnennungen möglich) bauen in diesem Fall auf die Unterstützung ihrer Familie. „Die Realität zeigt: Eigene Ersparnisse oder das Vermögen der Familie können im Fall des Falles leider schnell aufgebraucht sein. Fast zwei Drittel der jungen Menschen im Job stehen dann ohne effektiven Schutz ihrer Arbeitskraft da“, meint Frederick Krummet, Chief Distribution Officer bei Canada Life.

 

Am liebsten persönliche Beratung

Wenn sie sich vorstellen, eine BU-Police abzuschließen, wäre 50,9 Prozent der jungen Berufstätigen eine professionelle Beratung am wichtigsten. Diese sehen sie als wichtigste Informationsquelle an. Dahinter folgen Eltern und Verwandte (37,1 Prozent) sowie Vergleichsportale (33,7 Prozent).

Die Beraterinnen und Berater sollten aus ihrer Sicht vor allem hohe Fachkompetenz mitbringen (53,1 Prozent). Ebenfalls wichtig ist ihnen gute Erreichbarkeit (49 Prozent) und etwas dahinter folgt eine transparente Darstellung der Kosten (41,3 Prozent).