181 Euro im Monat: Diese Zahlen zum Altersvorsorgedepot sollten Makler kennen
Ab 2027 soll das Altersvorsorgedepot die Riester-Rente ablösen. Die Erwartungen sind hoch: Kapitalmarktsparen, staatliche Förderung, mehr Renditechancen. Eine repräsentative Umfrage des Vermögensverwalters Quirion zeigt nun, dass schon heute 52 Prozent der Förderberechtigten offen für ein solches Depot sind. Besonders spannend ist aber eine andere Zahl: Im Schnitt wollen Interessierte 181 Euro pro Monat einzahlen – genug, um die volle staatliche Förderung erreichen zu können.
Alle Umfrage-Ergebnisse im Überblick
Großes Interesse trotz geringer Information: 52 Prozent der von Quirion befragten Personen zeigen schon heute Abschlussinteresse am Altersvorsorgedepot (AVD). Die hohe Abschlussbereitschaft ist besonders bemerkenswert angesichts der Tatsache, dass sich laut Umfrage nur 8 Prozent der Befragten bereits gut informiert fühlen.
Viele wollen direkt zum Start einsteigen: Unter den Abschlussinteressierten planen 46 Prozent, bereits direkt zum 1. Januar 2027 ein Altersvorsorgedepot zu eröffnen. Ebenfalls 46 Prozent wollen zunächst Erfahrungen mit dem neuen Produkt abwarten.
Jüngere sind besonders aufgeschlossen: Die größte Abschlussbereitschaft zeigt sich laut Umfrage bei den 16- bis 40-Jährigen. Auch Personen, die bereits privat vorsorgen, stehen dem Altersvorsorgedepot besonders offen gegenüber.
Transparenz schlägt Rendite: Für 59 Prozent sind verständliche und transparente Produktinformationen das wichtigste Auswahlkriterium. Danach folgen niedrige Gebühren mit 55 Prozent und klare Auszahlregeln mit 54 Prozent. Eine attraktive Rendite landet mit 48 Prozent nur auf Rang vier. Nachhaltigkeit bildet mit 11 Prozent das Schlusslicht.
Banken und digitale Anbieter liegen vorn: Als Vertragspartner werden Banken sowie Neobroker und digitale Vermögensverwalter mit jeweils 46 Prozent leicht bevorzugt. Dahinter folgen staatliche Träger mit 44 Prozent und Versicherungen mit 40 Prozent.
Geplante Sparrate liegt bei 181 Euro: Interessierte wollen im Schnitt 181 Euro pro Monat einzahlen. Damit würden sie rechnerisch den Eigenbeitrag von mehr als 1.800 Euro pro Jahr erreichen, der den maximalen Förderbetrag von 540 Euro ermöglicht.
Deutlicher Gender-Gap bei der Sparrate: Männer planen im Schnitt 223 Euro monatlich ein, Frauen nur 124 Euro. Besonders investitionsbereit sind Personen mit mehr als 4.000 Euro Nettoeinkommen; sie wollen durchschnittlich 273 Euro pro Monat für ihr AVD aufwenden.
Riester-Bestandskunden prüfen Wechseloptionen: 26 Prozent der interessierten Befragten mit aktivem Riester-Vertrag wollen diesen ruhen lassen und parallel ein Altersvorsorgedepot eröffnen. 22 Prozent planen, ihren Riester-Vertrag in ein neues AVD zu übertragen.
Frauen stärker in den Blick nehmen
Die große Herausforderung für Produktanbieter und Vermittler sieht man bei Quirion darin, Verbraucher nun schnell transparent und verständlich über Kostenstrukturen, Produkte und individuelle Altersvorsorgedepots sowie die Wechselmöglichkeiten von Riester zum AVD zu informieren. Daneben müsse die Kommunikation verstärkt auch Frauen erreichen, denn die gesamten Umfrageergebnisse zeigten, dass Männer das AVD deutlich positiver einschätzten als Frauen.
Long Story short
Großes Interesse: 52 Prozent der von Quirion Befragten können sich vorstellen, ein Altersvorsorgedepot zu eröffnen.
Hohe Sparbereitschaft: Interessierte wollen im Schnitt 181 Euro pro Monat einzahlen – genug, um die maximale Förderung zu erreichen.
Große Wissenslücke: Nur 8 Prozent fühlen sich gut informiert; Anbieter müssen Kosten, Produkte und Wechselmöglichkeiten klar erklären.
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