Kundenbefragung
Versicherungsabschlüsse: Schadenregulierung wichtiger als Leistungsumfang

Wenn es darum geht, eine Versicherung abzuschließen, gewichten Verbraucherinnen und Verbraucher die Qualität der Schadenregulierung höher als das konkrete Versicherungsprodukt beziehungsweise dessen Leistungsumfang. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Sirius Campus hervor, für die im August und September 2025 insgesamt 1.808 Entscheider und Mitentscheider in Versicherungsangelegenheiten zwischen 18 und 69 Jahren befragt wurden.
Konkret gaben 85 Prozent an, dass ihnen die Schadenregulierung als Argument für die Versicherung „äußerst wichtig“ oder „sehr wichtig“ sind. Beim konkreten Versicherungsprodukt waren es 70 Prozent. Dahinter folgen der allgemeine Service des Versicherers (70 Prozent) und die Qualität der Beratung (64 Prozent). Erst deutlich dahinter, auf Rang 5, steht die Bedeutung des konkreten Versicherungsvermittlers (41 Prozent).
Auch mit genauerem Blick auf das Thema Service zeigt sich: Eine schnelle und zuverlässige Schadenregulierung steht hier an der Spitze (83 Prozent). Dahinter folgen gute telefonische oder Online-Erreichbarkeit (75 Prozent) und eine schnelle Beantwortung von Fragen (73 Prozent). Zudem gab die Hälfte der Befragten, die von ihrem Versicherer schon einmal positiv überrascht oder sogar begeistert wurden (nur 36 Prozent aller Befragten) an, dass dafür der Bereich der Schadenregulierung verantwortlich war.
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen einmal mehr, dass eine schnelle und unkomplizierte Schadenbearbeitung ohne böse Überraschungen das wertvollste Argument der Versicherer im Kampf um Kunden darstellt. Dennoch haben viele Anbieter gerade in diesem Bereich schon seit längerem mit Defiziten zu kämpfen, oft bedingt durch personelle Engpässe. Für die Zukunft hoffen viele Versicherer, ihre Bearbeitungszeiten in Kommunikation und Schadenregulierung durch den Einsatz von KI wieder zu verbessern.
