Analyse

Lebensversicherung: Durchschnittliche Überschussbeteiligung steigt auf 2,6 Prozent

Die laufende Verzinsung des Großteils der deutschen Lebensversicherer ist zum Jahreswechsel erneut gestiegen, wenn auch etwas geringer als direkt nach der Zinswende. Das zeigt eine Analyse.

Pfeile und Prozente nach oben

Insgesamt ist die durchschnittliche Überschussbeteiligung der deutschen Lebensversicherer auch 2026 erneut gestiegen, wenn auch etwas geringer als in den Vorjahren. | Quelle: anotherperfectday

Die durchschnittliche Überschussbeteiligung der deutschen Lebensversicherer beträgt in diesem Jahr 2,6 Prozent. Das geht aus einer Auswertung der Beratungsgesellschaft Morgen & Morgen hervor. Für diese wurden die Zahlen von 50 Lebensversicherern herangezogen, die laut Morgen & Morgen nahezu den kompletten Markt abbilden würden.

Damit ist die durchschnittliche laufende Verzinsung gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Der Effekt steigender Zinsen nach der Corona-Pandemie setzt sich damit immer noch fort, wenn auch etwas langsamer. Von 2022 auf 2023 waren die durchschnittlichen Überschüsse der Lebensversicherer um 0,2 Prozentpunkte gestiegen (auf 2,1 Prozent), von 2023 auf 2024 dann sogar um 0,3 Prozentpunkte (auf 2,4 Prozent).

14 Lebensversicherer erhöhten 2026 ihre Überschüsse

Laut der Analyse haben zum Jahreswechsel 14 Gesellschaften ihre Überschussbeteiligung erhöht, 35 beließen sie konstant und nur ein Anbieter senkte sie (die untersuchten Lebensversicherer werden in der Analyse nicht namentlich aufgeführt). Das Spektrum der Anpassungen lag somit zwischen -0,4 und +0,9 Prozentpunkten.

„Unabhängig von den einzelnen Erhöhungen liegt die Verzinsung inzwischen bei über zwei Drittel der Versicherer zwischen 2,00 und 2,95 Prozent. Nur ein Versicherer liegt noch knapp unter der Zwei-Prozent-Marke, während das verbleibende Drittel erfreuliche drei Prozent und mehr bietet“, ordnet Thorsten Saal, Bereichsleiter Mathematik & Rating bei Morgen & Morgen, die Zahlen ein. Die höchste laufende Verzinsung betrage 3,6 Prozent, die niedrigste 1,95 Prozent.

 

Zur laufenden Verzinsung werden noch die Schlussüberschüsse und die Beteiligung an den Bewertungsreserven addiert, um die Gesamtverzinsung für die Kundinnen und Kunden zu erhalten. Dies macht oft noch einmal einen halben bis ganzen Prozentpunkt zusätzlich aus.

procontra hat gegen Ende des vergangenen Jahres regelmäßig über die neuen Überschussbeteiligungen der Lebensversicherer berichtet. Die Werte vieler Gesellschaften lassen sich der folgenden Tabelle entnehmen.

Versicherer

Veränderung ggü. 2025 in %

Überschussbet. 2026 in %

Überschussbet. 2025 in %

Allianz Perspektive

-

2,8

2,8

Allianz Klassik

-

2,7

2,7

Alte Leipziger neue Tarife

+0,15

2,5

2,35

Alte Leipziger alte Tarife

+0,15

2,4

2,25

Athora

+0,5

3,5

3,0

Axa und DBV

-

3,0

3,0

DEVK Allgemeine

-

2,4

2,4

DEVK Lebensversicherungsverein

-

3,0

3,0

Entis

+0,05

3,4

3,35

Ergo Vorsorge

+0,1

2,9

2,8

Ergo Leben

+0,3

3,0

2,7

Gothaer

-

2,45/ 2,75

2,45/ 2,75

Ideal

-

3,0

3,0

LV 1871

-

2,7

2,7

LVM

-

2,4

2,4

Inter

+0,15

3,4

3,25

Nürnberger

-

2,95

2,95

Öffentliche Braunschweig

-

3,0

3,0

Proxalto

+0,1

2,7

2,6

R+V (Safe+Smart)

-

3/ 3,05

3/ 3,05

SV Sparkassenversicherung

-

2,25

2,25

Swiss Life Dld.

-

2,5

2,5