Meinung

"Undifferenzierte und polemische Unterstellungen" bezüglich Finanzvertrieb an Unis

Frank Kettnaker, Vorstand in der ALH-Gruppe, hält es für ein hohes Gut, junge Menschen an der Uni zu beraten. Von den Verbraucherschützern kämen nur falsche Unterstellungen und „populistisches Draufhauen“.

13:04 Uhr | 16. April | 2024
Frank Kettnaker

Frank Kettnaker, Vorstand in der ALH-Gruppe

| Quelle: Alte Leipziger

Kommen wir zuerst zur Warnung der Verbraucherzentrale vor Finanzvertrieb an der Uni. Wie schade eigentlich, dass es eine steuersubventionierte Behörde gibt, die das Wort Verbraucher in Ihrem Namen trägt und das Interesse der Menschen doch so fern liegt. Dass junge Menschen in der Uni beraten werden ist ein hohes Gut und sollte nicht mit falschen Unterstellungen und „populistischen Draufhauen“ begegnet werden. Während Makler für die Inhalte Ihrer Beratung haften, können Verbraucherschützer, mit dem Ziel die Finanzdienstleister zu diffamieren, junge Menschen vor der der Beratung warnen.

Im Artikel (Anm. d. Red.: Frank Kettnaker bezieht sich auf einen procontra-Artikel) wird unterstellt, dass die beratenden Produkte teuer sind, am Bedürfnis der Studenten vorbeigehen und nur der Einkommenssituation des Berater dienen. Gleichzeitig wird im Artikel beschrieben, dass die Leben der Studenten so verschieden, nicht planbar und Erwerbsverläufe verschieden sind. Wie kann man dann pauschal Produkte diffamieren oder gar ausschließen ohne die unterschiedlichen Bedürfnisse der Studenten analysiert zu haben?

Ich würde gerne wissen was passiert, wenn ein Student sich in immer wilderen Sportarten schwer verletzt. Wie beurteilt ein Betroffener die Situation mit Berufsunfähigkeitsschutz und wie einer, beeinflusst durch die Verbraucherzentrale ohne diesen Schutz? Wer steht dem Betroffenen zur Seite? Wer haftet für sein „populistisches Draufhauen“? Die Verbraucherzentralen unterstellen grundsätzlich teure und Verbraucherfeindliche Produkte. Eine undifferenzierte und polemische Unterstellung. Beratung kaputt machen ist einfach, eine ordentliche Beratung durchzuführen mit vorangegangener Analyse und für die Inhalte voll haftend verantwortlich zu sein bedeutet jedoch Verantwortung zu übernehmen.

Liebe Verbraucherzentralen, besinnt Euch, wen Ihr schützen wollt und ob Ihr tatsächlich die Interessen und das Wohlergehen der Menschen in den Mittelpunkt Eures Handels stellt oder ob Ihr mit pauschalen Falschaussagen und Polemik mit einem falschen Ziel die Menschen vor vernünftiger Absicherung warnt. Verantwortung findet sich auch in Wort und Schrift wieder!