Die WWK Versicherungsgruppe stellt ihren Vertriebspartnern im Ausschließlichkeitsvertrieb ab Anfang April 2026 zwei Neuerungen zur Verfügung. Diese Maßnahmen sollen die Wettbewerbsfähigkeit steigern.
Die Beratung und Betreuung von Fremdverträgen
Ab April 2026 können Vertriebspartner der WWK nicht nur eigene, sondern auch Verträge von Drittanbietern betreuen und - im Rahmen der Vermittlerkette - mit den Vorteilen eines Mehrfachagenten verknüpfen. Diese Erweiterung eröffnet nach Angaben der WWK neue Geschäftspotenziale und fördert gleichzeitig die Kundenbindung.
Die 2:2 Assekuranzservice GmbH & Co. KG, ein Unternehmen der WWK Firmengruppe, wurde hierzu in den rechtlichen Status eines Mehrfachagenten überführt. Neben einer technischen und organisatorischen Erweiterung ermöglicht dieser Schritt, Verträge von Wettbewerbern nach entsprechender Einwilligungserklärung digital zu erfassen und zu verwalten. Durch die vollständige Sichtbarkeit relevanter Dokumente wird laut WWK die Transparenz für die Vertriebspartner gewährleistet, während gleichzeitig die Einhaltung von Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen sichergestellt wird.
CRM soll digitaler werden
Das Management von Kundenbeziehungen, Bedürfnissen sowie Vorsorgelösungen wird immer anspruchsvoller. Dafür möchte die WWK zukünftig ein neues fortschrittliches CRM-System namens „APZ-Agentur“ bieten. Die neuen digitalen Tools werden allen Vertriebspartnern im Ausschließlichkeitsvertrieb der WWK zur Verfügung gestellt – ohne zusätzliche Kosten. Das neue CRM ermögliche die einfache Verwaltung von Interessenten- und Kundendaten, Einblick auf aktuelle und fehlende Vorsorgelösungen oder Risikoabsicherungen sowie eine nahtlose Kontakthistorie. Die schaffe Chancen für Cross- und Upselling. „Mit den neuen digitalen Lösungen bieten wir unseren Ausschließlichkeitsvermittlern klare Wettbewerbsvorteile. Darüber hinaus eröffnen Kooperationen mit Partnergesellschaften neue Chancen bei der Angebotsanforderung und Vertragsoptimierung“, erklärt Rainer Gebhart, Vorstand Vertrieb der WWK.
Wandel in der Ausschließlichkeit
Den Ausschließlichkeitsvertrieb für Drittanbieter zu öffnen, hält nicht nur die WWK für eine gute Idee – in der vergangenen Jahren trafen auch andere Versicherer bereits ähnliche Entscheidungen. So hatte sich beispielsweise die ALH-Gruppe bereits vor längerer Zeit dazu entschieden, ihre Ausschließlichkeitsvertreter über alle Sparten hinweg zu Mehrfachagenten (MFA) zu machen. Das Ziel, das bereits Ende 2024 ausgegeben wurde: Bis Ende des Jahres 90 Prozent der AO in das neue Modell überführt zu haben.
Long Story short
Betreuung von Fremdverträgen ab April 2026: WWK-Vertriebspartner im Ausschließlichkeitsvertrieb können künftig auch Policen von Drittanbietern betreuen. Dafür wurde die 2:2 Assekuranzservice GmbH & Co. KG in den Status eines Mehrfachagenten überführt; Voraussetzung ist eine entsprechende Kundeneinwilligung.
Neues CRM-System „APZ-Agentur“: Das System unterstützt die Verwaltung von Kunden- und Interessentendaten, dokumentiert Kontakte und bietet eine Übersicht über bestehende sowie fehlende Vorsorgelösungen und Risikoabsicherungen.
Keine Zusatzkosten für Vertriebspartner: Die neuen Anwendungen werden ohne zusätzliche Einzelkosten bereitgestellt; Entwicklungs- und Einführungskosten sind laut WWK in der bestehenden Servicepauschale enthalten.

