Die Nürnberger Versicherung ist im vergangenen Geschäftsjahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Nach dem vorläufigen Konzernabschluss stieg das Konzernergebnis 2025 auf 46,8 Millionen Euro – nach einem Verlust von 77 Millionen Euro im Jahr 2024.
Die gebuchten Bruttobeiträge gingen vor dem Hintergrund der Bestandsbereinigungen im Schaden- und Unfallsegment erwartungsgemäß auf 3,52 Milliarden Euro zurück (2024: 3,67 Milliarden Euro). Der Konzernumsatz verringerte sich leicht um 1,5 Prozent auf rund 4,45 Milliarden Euro.
„Trendwende ist geschafft"
„Die Trendwende ist geschafft, die Sanierung der Schaden- und Unfallsparte kommt gut voran“ freut sich Nürnberger-Chef Harald Rosenberger. „Die Personenversicherungen mit der Lebens- und Krankenversicherung sowie die Bankdienstleistungen erwirtschaften nachhaltig stabile Erträge. Und unser Effizienz- und Transformationsprogramm wirkt.“
Zu den guten bzw. verbesserten Ergebnissen, insbesondere auch in dem noch immer defizitären Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft, trugen neben den eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen nach eigenen Angaben auch die „deutlich geringere Belastung aus dem Risiko Naturgefahren“ bei, sprich man hatte Wetterglück.
Personalabbau zeigt Wirkung
Durch ein eingeleitetes Effizienzprogramm nahmen 2025 außerdem die Verwaltungsaufwendungen um 8,2 Prozent auf 257,3 Millionen Euro deutlich ab – 2024 lagen sie noch bei rund 280 Millionen Euro.
„Dabei machte sich vor allem der Personalabbau bemerkbar“, schreibt die Nürnberger in einer Mitteilung. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter sei im gesamten Konzern um 9,7 Prozent auf 3.829 (2024: 4.242) gesunken. „Der Abbau der Arbeitsplätze erfolgte dabei ausschließlich im gegenseitigen Einvernehmen auf der Basis eines mit der Arbeitnehmervertretung vereinbarten Sozialplans“, betont der Versicherer. Betriebsbedingte Kündigungen hätten vollständig vermieden werden können.
Übernahme noch nicht genehmigt
Der Vorstand schlägt nun vor, eine Dividende von 2 Euro je Stückaktie an die Aktionäre auszuschütten (insgesamt rund 23 Millionen Euro). Den verbleibenden Bilanzgewinn möchte er überwiegend in die Rücklagen einstellen.
Die Nürnberger strebt bekanntlich den Zusammenschluss mit der Vienna Insurance Group (VIG) an. Dazu hatte die VIG den Aktionären der Nürnberger im Oktober des letzten Jahres ein Angebot zur Übernahme ihrer Aktien gemacht. Derzeit hat die VIG nach eigenen Angaben Zugriff auf 99,2 Prozent der Anteile. Die Genehmigung der Transaktion durch die Aufsichtsbehörden steht allerdings noch aus.
Long Story short
Deutliche Ergebnisverbesserung: 2025 erzielt die Nürnberger wieder einen Gewinn von 46,8 Millionen Euro – nach einem Verlust von 77 Millionen Euro im Vorjahr
Spürbare Kostensenkung: Verwaltungsaufwand sinkt um 8,2 Prozent, begleitet von einem Personalabbau von knapp 10 Prozent
Sondereffekte stützen Ergebnis: Neben Sanierungsmaßnahmen sorgt vor allem eine geringere Belastung durch Naturgefahren („Wetterglück“) für bessere Zahlen
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