SV baut bAV-Geschäft durch strategische Partnerschaft mit MRH Trowe aus
Um das Geschäft mit der betrieblichen Altersversorgung weiter auszubauen, will die SV künftig stärker auf Dienstleistungen rund um Administration und Beratung setzen. Das verkündete das Unternehmen anlässlich der Bilanz-Veröffentlichung 2025. Über ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft SV bAV Consulting GmbH erweitert der Versicherer das Angebot und geht dafür eine strategische Partnerschaft mit dem Industrieversicherungsmakler MRH Trowe ein. Die Zusammenarbeit wird zusätzlich durch den Erwerb einer Beteiligung an der Heubeck pen@min GmbH – einer MRH-Trowe-Tochter vertieft. Ziel ist es laut einer Mitteilung, Unternehmen künftig nicht nur Versicherungsprodukte, sondern ein breiteres Leistungsspektrum entlang der bAV anzubieten – von der Konzeption über die Verwaltung bis zur laufenden Betreuung der Versorgungswerke.
Knapp ein Drittel des gesamten Lebensversicherungsgeschäfts der SV (ohne Pensionsfonds) entfiel 2025 auf Produkte der betrieblichen Altersversorgung.
„Die betriebliche und private Altersversorgung werden in Zukunft eine zentrale Rolle dabei spielen, die Rentenlücke zu schließen und dem Fachkräftemangel durch eine steigende Arbeitgeberattraktivität entgegenzuwirken“, sagt Andreas Jahn, Vorstandsvorsitzender der SV. „Nur Rentenversicherungen bieten lebenslange Renten und sind aus meiner Sicht unverzichtbarer Bestandteil einer jeden Altersvorsorge. Wir beschäftigen uns intensiv mit Produktneuerungen, um unser Portfolio noch flexibler und anpassungsfähiger aufzustellen. Dabei berücksichtigen wir auch aktuelle Überlegungen wie zur neuen geförderten Altersvorsorge und zur Frühstarterrente.“
Bilanz 2025: Fondsgebundene Versicherungen besonders gefragt bei der SV
Laut Bilanz 2025 der SV stieg das Neugeschäft nach laufenden Beiträgen insbesondere bei den fondsgebundenen Versicherungen, in der bAV und bei den biometrischen Produkten gegen Berufsunfähigkeit und Todesfall. Bei den Einmalbeiträgen waren insbesondere fondsgebundene Versicherungen und sofortbeginnende Rentenversicherungen gefragt. Neben der Sicherung des Lebensstandards im Alter, spielt hier auch die Übertragung von Vermögenswerten auf die nächste Generation eine zunehmende Rolle. Die SV erzielte bei ihren fondsgebundenen Versicherungen nach eigenen Angaben einen Höchstwert. Insgesamt hat sich das Neugeschäft nach Beitragssumme bei diesen Versicherungen um 19,2 Prozent auf 1.679,4 Millionen Euro (1.409,0) erhöht. Der mit Abstand größte Anteil (rund 91 Prozent) am Neugeschäft entfiel auf die fondsgebundene Rentenversicherung VermögensPolice Invest (VPI), wobei auch die Generationen Police Invest (GPI) laut SV an Bedeutung gewinnt.
In der Lebensversicherung insgesamt stieg das Neugeschäft nach Beitragssumme um 7,7 Prozent auf 3,59 Milliarden Euro (3,34). Bei den laufenden Beiträgen stieg die Beitragssumme im Neugeschäft in der privaten und betrieblichen Altersversorgung auf 2,97 Milliarden Euro (2,83) und übertraf das Rekordergebnis aus dem Vorjahr. Die Einmalbeiträge stiegen um 23,6 Prozent auf 623,8 Millionen Euro (504,9), liegen damit aber deutlich unter den Höchstwerten in der Niedrigzinsphase.

