Bilanz 2025
Rekordgewinn bei der Allianz – warum Analysten trotzdem enttäuscht sind

Die Allianz hat 2025 ein weiteres Rekordjahr verbucht. Das operative Ergebnis stieg um acht Prozent auf 17,4 Milliarden Euro und erreichte damit das obere Ende der zuletzt angehobenen Zielspanne. Unter dem Strich verdiente Deutschlands größter Versicherer 11,1 Milliarden Euro – ein Plus von elf Prozent. Auch das Geschäftsvolumen legte um acht Prozent auf 186,9 Milliarden Euro zu.
Aktionäre sollen davon profitieren: Die Dividende wird von 15,40 auf 17,10 Euro je Aktie erhöht. Zudem startet der Konzern ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2,5 Milliarden Euro. Die Kapitalausstattung bleibt komfortabel: Die Solvenzquote liegt mit 218 Prozent deutlich über dem Zielwert von 180 Prozent.
Operativ war vor allem das Schaden- und Unfallgeschäft ein Treiber. Dank geringer Belastungen aus Naturkatastrophen verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote auf 92,2 Prozent. Allerdings fiel die Kennzahl im vierten Quartal schwächer aus als von Analysten prognostiziert. Auch in einzelnen Segmenten blieben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück. Entsprechend reagierte die Börse verhalten: Die Aktie notierte zeitweise rund zwei Prozent im Minus.
Kritischer als die Detailzahlen bewerten Analysten jedoch den Ausblick. Für 2026 stellt die Allianz ein operatives Ergebnis von erneut 17,4 Milliarden Euro in Aussicht, mit einer Schwankungsbreite von plus/minus einer Milliarde. Das liegt unter den Markterwartungen von gut 18 Milliarden Euro. Gegenüber dem Handelsblatt bezeichnete Analyst Ben Cohen von RBC Capital Markets den Ausblick als enttäuschend und betonte, man habe Spielraum für ein Ziel von 18 Milliarden gesehen. Das zeigt: Rekordzahlen allein reichen nicht, um die Investoren zu überzeugen.
Rekordjahr 2025: Das operative Ergebnis steigt um 8 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro. Auch das Geschäftsvolumen erreicht mit 186,9 Milliarden Euro einen Höchstwert.
Mehr Geld für Aktionäre: Die Dividende wird deutlich auf 17,10 Euro je Aktie erhöht. Zusätzlich startet die Allianz ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2,5 Milliarden Euro. Die Solvenzquote liegt mit 218 Prozent weiterhin klar über dem Zielwert.
Ausblick enttäuscht den Markt: Für 2026 peilt der Konzern erneut 17,4 Milliarden Euro operativen Gewinn an – und bleibt damit unter Erwartungen von Analysten. Entsprechend reagierte die Aktie verhalten.
