Nur wenige Monate nach dem formellen Zusammenschluss im Dezember 2025 hat Helvetia Baloise Klarheit über den künftigen Marktauftritt geschaffen. Anders als Barmenia-Gothaer geht das fusionierte Unternehmen einen mutigen Schritt und trennt sich im Logo vom Namen Baloise. Der Versicherer führt eine einheitliche Konzernmarke ein, die schrittweise ab 2026 in allen acht Ländermärkten ausgerollt wird. Optisch verschmilzt dabei die Wortmarke „Helvetia“ mit der 2022 modernisierten Bild-, Farb- und Schriftwelt von Baloise.
So ganz verschwindet der Name Baloise aber nicht: Die neue Gemeinschafts-Versicherungsmarke wird demnach Helvetia heißen, aber unter dem Dach der Helvetia Baloise Gruppe vertrieben.
Ziel des Schrittes ist nach Unternehmensangaben ein konsistenter Auftritt über alle Länder hinweg und ein sichtbares Signal, dass die Fusion als Zusammenschluss unter Gleichen verstanden wird. Group CEO Fabian Rupprecht betont, der Name Helvetia stehe international für Qualität, während der stilisierte Basilisk aus der Baloise-Welt Schutz und Wachsamkeit symbolisiere. Der neue Auftritt wird noch im laufenden Jahr zunächst in der Schweiz und in Deutschland eingeführt, weitere Märkte folgen in den kommenden Jahren.
Amortisierungsaufwand von 1 Mrd. Schweizer Franken
Doch die Umbenennung schlägt auch auf die Bilanz: Aufgrund der IFRS-Regelungen muss die Wortmarke „Baloise“ aktiviert und über ihre Nutzungsdauer amortisiert werden. Durch die Entscheidung für den neuen Auftritt verkürzt sich diese Nutzungsdauer deutlich – in der Schweiz und in Deutschland auf ein Jahr, in Belgien und Luxemburg auf bis zu fünf Jahre. Das führt zu einem vorgezogenen IFRS-Amortisierungsaufwand von insgesamt 1,0 bis 1,1 Milliarden Schweizer Franken (1 CHF entspricht 1,09 Euro) nach Steuern im Geschäftsjahr 2026. In den Jahren 2027 bis 2030 rechnet Helvetia Baloise mit weiteren jährlichen Abschreibungen zwischen 75 und 125 Millionen Franken, bevor der Aufwand bis zur vollständigen Amortisation im Jahr 2040 auf rund zehn Millionen Franken pro Jahr sinkt.
Long Story short
Einheitliche Konzernmarke: Helvetia Baloise führt ab 2026 schrittweise einen gemeinsamen Markenauftritt in allen Ländermärkten ein und kombiniert die Wortmarke Helvetia mit der Bild- und Designwelt von Baloise.
Hoher Einmaleffekt nach IFRS: Durch die verkürzte Nutzungsdauer der Marke „Baloise“ entsteht 2026 ein vorgezogener Amortisierungsaufwand von 1,0 bis 1,1 Mrd. CHF nach Steuern, ohne Einfluss auf Solvenz oder Dividendenfähigkeit.
Signal für Fusion unter Gleichen: Der neue Markenauftritt soll früh Klarheit schaffen, die Identität des fusionierten Konzerns stärken und Bewährtes mit modernem Design verbinden.


