Der deutsche Ableger des schweizerischen Versicherers Helvetia Baloise hat mit seinem geplanten Stellenabbau begonnen. Nachdem Helvetia und Baloise im vergangenen Jahr ihre Fusion besiegelten, wurde relativ schnell auch bekannt, dass der neugeschaffene Konzern in den nächsten drei bis vier Jahren etwa 2.000 bis 2.600 Stellen abbauen möchte. Rund 300 davon sollen in Deutschland wegfallen – sozialverträglich, also über Frühpensionierungen und natürliche Fluktuation, wie es heißt.
Dieses Ziel wurde nun offenbar erreicht. „Eine ausreichende Anzahl an Personen wurde gefunden, sodass es in Deutschland aller Voraussicht nach keine betriebsbedingten Beendigungskündigungen geben wird“, erklärte ein Sprecher der Helvetia Baloise an diesem Donnerstag auf procontra-Nachfrage. Man habe sich mit den Betriebsräten der beiden fusionierten Versicherer auf ein Freiwilligenprogramm einigen können. „Mitarbeitende haben die Möglichkeit erhalten, im Rahmen von Altersteilzeitverträgen oder Auflösungsverträgen über den Zeitraum von 2026 bis Ende 2028 freiwillig aus dem Unternehmen auszuscheiden“, so der Sprecher weiter.
In der Schweiz seien im ersten Quartal des Jahres bereits mehrere hundert Mitarbeitende gefunden worden, die im Zuge der Neustrukturierung das Unternehmen verlassen werden, berichten schweizerische Medien unter Bezug auf Brancheninsider. Im Heimatmarkt von Helvetia Baloise sollen mit etwa 1.400 bis 1.800 die meisten Jobs wegfallen.