Versicherungskäse 2021: Das sind die 3 Nominierten

Ende März will der BdV zum siebten Mal seinen Negativpreis an das, aus seiner Sicht, schlechtes Versicherungsprodukt verleihen. Die drei aussichtsreichsten Anwärter stehen bereits fest. Im Vorjahr machte die LV 1871 das Rennen.

Welcher Anbieter tritt mit seinem Produkt in die Fußstapfen von „MeinPlan Kids“ der LV 1871? Diese Frage möchte der Bund der Versicherten (BdV) am 26. März beantworten. Dann wollen die Verbraucherschützer zum siebten Mal ihren „Versicherungskäse des Jahres“ an das, aus ihrer Sicht, schlechteste Versicherungsprodukt verleihen. Entscheiden wird es sich in diesem Jahr unter den folgenden drei Produkten:

„Generation Basic Plus“ von Canada Life Deutschland Das Basisrenten-Modell sei wegen mauer Konditionen und allem voran stattlicher Kosten aufgefallen, die leicht mehr als die Hälfte der möglichen Rendite verzehren können, meinen die Verbraucherschützer.

„Kennzeichen Plus“-Versicherung der Arag Allgemeinen Mit dem Produkt könne man Diebstahl und anderweitigen Verlust des Kfz-Kennzeichens versichern – letzteren allerdings nur mit Einschränkungen, begründet der BdV seine Nominierung und schreibt dazu: „Sie wussten bislang nicht, dass man dieses Risiko versichern kann? Wir auch nicht – und eigentlich muss das auch niemand wissen.“

„Kreditlebensversicherung“ der Targo Lebensversicherung Beispielsweise in Fällen von Tod, Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit übernimmt die Police die weitere Rückzahlung des Kredits. Der BdV wisse aber von Fällen, in denen die zu zahlende Versicherungsprämie für diesen Schutz sehr hoch sei, weil sie „unfassbar viele Kosten“ enthalte. Zudem werde die Prämie für die Kreditlebensversicherung auf die Kreditsumme aufgeschlagen. Somit würden die Kreditzinsen nicht nur für die eigentliche Darlehenssumme, sondern auch für die Versicherungsprämie bezahlt. Eine weit verbreitete Praxis bei Restschuldversicherungen, die schon häufiger angeprangert wurde.