Versicherungsbranche: So hoch ist das Gehalt von Berufseinsteigern

Zugegeben: Für Hochschulabsolventen gibt es lukrativere Branchen als das Versicherungswesen. Da wären zum Beispiel die Chemie- und die Autoindustrie, in denen vor allem Verfahrenstechniker und Ingenieure bereits in den ersten drei Berufsjahren stattliche Löhne von im bundesweiten Median 53.000 bis 55.000 Euro Jahresbrutto beziehen. Auch in Metallkonzernen, der Medizintechnik und dem Anlagebau können Jungakademiker mit etwas mehr Geld am Monatsende rechnen. Dahinter aber, auf einem nicht allzu schlechten sechsten Platz, liegt die Versicherungsbranche mit einem Median-Gehalt von 50.838 Euro. Das hat eine Studie des Hamburger Karriereportals Gehalt.de ergeben, für die 43.782 Gehaltsangaben von akademischen Beschäftigten analysiert wurden. Gerade im Vergleich mit Niedriglohn-Branchen wie dem Hotel- und Gaststättengewerbe, in denen Akademikern zum Berufsstart lediglich rund 29.000 Euro gezahlt werden (Median), ist das kein schlechter Wert. Auch die Akademiker-Einkommen in Werbung und PR (34.300 Euro) fallen im Durchschnitt deutlich geringer aus.
Allerdings gibt es auch branchenintern – je nach Beruf – erwartungsgemäß große Unterschiede. Absolventen, die als Sachbearbeiter im Innendienst starten, beziehen in den ersten drei Berufsjahren im Median 39.513 Euro Einkommen, wie die Studienmacher auf Nachfrage bekanntgaben. Vertreter liegen mit 33.903 Euro Bruttojahresgehalt sogar noch deutlich darunter.
Insgesamt verdienen Akademiker der Studie zufolge durchschnittlich rund 16.500 Euro mehr als Beschäftigte ohne Studium. Doch es kommt bei der Höhe des Gehalts nicht nur auf Abschluss, Studienrichtung und Branche an: Auch der Standort ist eine entscheidende Variable. So ist Baden-Württemberg mit einem Einstiegseinkommen von rund 52.100 Euro über alle Branchen für Hochschulabsolventen das finanziell attraktivste Bundesland. Auch Hessen (51.800 Euro) und Bayern (49.600 Euro) weisen ein überdurchschnittliches Gehaltsniveau auf. Schlusslichter sind Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Allerdings:
