Versicherungsabschluss: So tickt die junge Zielgruppe

Versicherungsnehmer unter 35 unter der Lupe: Laut einer aktuellen Studie von Sirius Campus halten 81 Prozent der jungen Menschen Versicherungen für unverzichtbar. Haftpflicht-, Kfz-, Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherungen finden sie besonders wichtig.

Jugend Bild: Adobe Stock/Drobot Dean

Laut einer Spiegel-Umfrage sorgen drei von vier jungen Menschen schon gesetzlich oder privat fürs Alter vor. Bild: Adobe Stock/Drobot Dean

Versicherungen bei Berufsunfähigkeit, Haftpflicht-, Kfz- und Krankenversicherungen rangieren ganz weit oben: Sie empfinden viele junge Leute als unverzichtbar. Lebens-, Renten- und private Unfallversicherungen hingegen haben bei den 18- bis 35-Jährigen einen schlechteren Stand und werden als weniger notwendig betrachtet. Dies geht aus einer Erhebung des Sirius Campus Kundenmonitors Assekuranz hervor, bei der 2.000 Online-Interviews mit privaten Entscheidern und Mitentscheidern zu Versicherungen geführt wurden.

Eltern wirken Offenheit entgegen

Weitere Schlussfolgerungen aus der Analyse: Die 18- bis 25-Jährigen stehen vielen Versicherungsangeboten offen gegenüber, lassen sich in dieser Hinsicht jedoch häufig von ihren Eltern beraten – und das wirke oft ihrer grundsätzlichen Offenheit entgegen. Die 26- bis 30-Jährigen setzen ihre Offenheit gegenüber Produkt- und Betreuungsansätzen tatsächlich um und nehmen die Online-Kundenbetreuung häufiger in Anspruch als andere Altersgruppen. Und die 31- bis 35-Jährigen verhalten sich in Versicherungsfragen kompetenter als die etwas jüngere Generation: Ihre Versicherungsmentalität gleiche derjenigen der älteren Kunden. Somit liefert die Erhebung viele Impulse darüber, wie sich die nächste Generation von Versicherungsnehmern durch Agenturen, Makler oder Direktvertriebe gewinnen lässt.

Dabei unterscheiden sich die Vorstellungen von jungen und älteren Menschen, was den idealen Versicherer angeht, stark voneinander. Während sich die ältere Generation einen etablierten Konzern mit stabilen und günstigen Beiträgen sowie einer guten Erreichbarkeit vor Ort wünscht, setzen die Jüngeren auf digitale Services. Sie beschreiben den idealen Versicherer als persönlichen Begleiter und Vertrauten, der sich zusätzlich durch mehr Internationalität und Überregionalität auszeichnet. Zudem setzt die junge Generation auf günstige Einstiegspreise. Hinzu kommt: Sie besitzt deutlich weniger Versicherungsprodukte als die ältere Kundschaft – doch ihre Absicht, weitere Versicherungen abzuschließen, ist doppelt so hoch wie die der Gesamtbevölkerung.