Ottonova sichert sich weitere Millionen

Der digitale Krankenversicherer Ottonova hat weiter 34 Millionen Euro von Investoren eingesammelt. Diese Zahl ist durchaus als Achtungserfolg zu werten, da die Finanzierungsbedingungen für junge Unternehmen durch die steigenden Zinsen in den vergangenen Monaten schwieriger geworden sind.
Neben den bestehenden Investoren, zu denen unter anderem auch die Debeka gehört, beteiligten sich auch der auf Technoligieunternehmen spezialisierte Wagniskapitalgeber Cadence Growth Capital sowie ein Münchener Single Family Office an der aktuellen Finanzierungsrunde.
„Das war unsere letzte Finanzierungsrunde vor dem Break-Even“, kündigte Firmengründer und CEO Roman Rittweger in einer Pressemitteilung an. „Operativ stand Ottonova noch nie so gut da wie jetzt.“
Über konkrete Kundenzahlen schweigt das Unternehmen. Im Geschäftsbericht für 2020 war von 14.042 Kunden die Rede – ein deutliches Wachstum gegenüber 2019. Aktuellere Zahlen nannten die Münchener auch auf procontra-Nachfrage nicht.
Der Branchendienst „Versicherungsmonitor“ schreibt aktuell von rund 35.000 Kunden und beruft sich dabei auf unternehmensnahe Kreise. Gegenüber dem „Handelsblatt“ erklärte Rittweger, dass man sowohl mit Krankenvoll- aber auch Zusatzversicherungen wachse. Ottonova bietet seine Versicherungen auch über den Maklerkanal an.
Der Solvenzbericht für 2021 weist einen versicherungstechnischen Verlust von 2,2 Millionen Euro aus – gegenüber dem Vorjahr (- 3,2 Millionen Euro) stellt das eine klare Verbesserung dar. Ob der sogenannte Break-Even, also das Überschreiten der Profitabilitätsschwelle, bereits in diesem Jahr erreicht werden soll, sagte das Unternehmen auf procontra-Nachfrage nicht.
