Ziemlich ernüchternd fallen die Ergebnisse einer neue bAV-Stude aus, für die die ALH-Gruppe in Kooperation mit Forsa eine repräsentative Umfrage unter Firmenchefs im deutschen Mittelstand durchgeführt hat.
Danach ist die bAV zwar im Mittelstand angekommen und auch schon etabliert – ihr strategisches Potenzial spielt sie jedoch nicht aus. Besonders zwei Punkte machen dies deutlich:
In ca. 40 Prozent der Unternehmen mit bAV nutzen weniger als 25 Prozent der Mitarbeiter eine Entgeltumwandlung. 2024 lag dieser Anteil noch bei 51 Prozent der Unternehmen.
Arbeitgeber zahlen mehrheitlich (55 Prozent) nur den gesetzlichen vorgeschriebenen Zuschuss von 15 Prozent.
Bürokratie bremst weitere Verbreitung
Noch immer, auch das zeigt die Untersuchung, halten viele Arbeitgeber den mit einer bAV verbundenen Verwaltungsaufwand als zu hoch. Hier seien deshalb die Versicherer gefordert, mit digitalen Lösungen gegenzuhalten.
„Die Durchdringung der bAV und der positive Nutzen für Unternehmen könnte außerdem steigen, wenn der Zuschuss erhöht und die bAV als echter Benefit erlebt werden würde“, meint AL-Leben-Vorstand Jürgen Bierbaum mit Blick auf die Politik. Deutliches Potenzial bestehe auch noch in der Kombination von bAV und BUZ, um betriebliche Vorsorge mit gesundheitlichen Aspekten zu ergänzen.
bKV gewinnt zunehmend an Bedeutung
Anders als die bAV befindet sich die betriebliche Krankenversicherung (bKV) im Mittelstand noch in einer Wachstumsphase, wobei jedoch das Interesse größer als die tatsächliche Verbreitung ist: Obwohl bisher nur jedes vierte befragte Unternehmen eine bKV anbietet, wird sie bereits von 40 Prozent der Unternehmen als wichtiges Element im Benefit-Portfolio eingestuft.
Gleichzeitig haben sich aber gut die Hälfte aller befragten Betriebe überhaupt noch nicht ausreichend mit dem Thema beschäftigt. Hier liegt also noch ein ein riesiges Potenzial, das von Maklern gehoben werden kann.
>> Die gesamte Studie finden Sie hier.
ALH präsentiert Bilanz 2025
Am Mittwoch hat die ALH-Gruppe ihre Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 präsentiert. Der Gesamtumsatz lag Ende 2025 bei 5.937 Mio. Euro. Damit war er nicht nur deutlich höher als im Vorjahr (5.355 Mio. Euro), sondern erreichte auch fast die Marke von 6 Mrd. Euro. Mit 3.120 Mio. Euro gebuchten Versicherungsbeiträgen trug die Alte Leipziger Lebensversicherung über die Hälfte zum Gesamtumsatz bei. Die Hallesche steuerte mit 1.815 Mio. Euro fast ein Drittel bei. Die Tochter-Gesellschaften Alte Leipziger Versicherung, Bauspar und Trust, Pensionskasse und Pensionsfonds erwirtschafteten zusammen eine weitere Milliarde, wobei das Bausparneugeschäft Verluste von über 13 Prozent hinnehmen musste.
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