Motorrad-Policen: Diese Versicherer überzeugen die Kundschaft

Pünktlich zum Saisonstart wurden Motorradfahrer nach ihren Erfahrungen mit den Versicherern ihrer Zweiräder befragt. Neun Anbieter konnten dabei besonders punkten.

Der April hat begonnen, die Temperaturen werden allmählich milder und die Niederschlagsmengen geringer, kurz: Die Motorradsaison hat begonnen. Wer nun an junge, wilde Rowdys denkt, die riskant und rücksichtslos über die Landstraße düsen, irrt: Der typische Motorradfahrer ist zwar männlich, aber über 50 Jahre alt und mit vergleichsweise geringen 66 PS unterwegs. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse der Axa, die einen Blick auf ihre 175.000 Motorradkunden geworfen hat.

Demnach sind 42 Prozent der Zweiradkunden zwischen 50 und 60 Jahre alt, immerhin 22 Prozent sind über 60, ein Fünftel ist zwischen 30 und 40 Jahre alt. Junge Fahrer, also solche unter 30 Jahren, machen mit nur fünf Prozent einen verschwindend geringen Anteil aus. Ein Klischee bewahrheitet sich allerdings: Nur 15 Prozent sind Frauen.

Die Fahrleistung der Motorräder fällt mit durchschnittlich 66 PS moderat aus. Während die unter 30-Jährigen Maschinen mit dieser Leistung fahren, sind die über 60-Jährigen mit rund 60 PS unterwegs. Die höchste Leistung haben die Motorräder der 50- bis 60-Jährigen mit rund 68 PS. „Die durchschnittlichen Fahrleistungen der bei uns versicherten Maschinen zeigen eher das Bild eines verantwortungsbewussten Liebhabers und weniger das eines rücksichtslosen Rasers“, sagt Jörg Steinhauer, Leiter Produktmanagement bei AXA in Deutschland. Während sich 44 Prozent der Versicherten für eine Teilkasko-Police entschieden haben, setzen immerhin 13 Prozent auf eine Vollkaskoversicherung.

Welche Versicherer aus Kundensicht überzeugen und hier das gewisse Etwas mehr als die Konkurrenz bieten, hat derweil die Kölner Rating-Agentur Service Value ermittelt: In der Kategorie Motorradversicherung punkten demnach die HUK24, HUK-Coburg und Gothaer. Auch die Europa, DEVK, WGV, Ergo, Alte Leipziger und Cosmos Direkt wurde die Auszeichnung „sehr hoher Mehrwert“ zuteil. Gemeinsam mit Focus-Money hat das Analysehaus zum dritten Mal über 230.000 Stimmen zu über 1.100 Unternehmen aus insgesamt 45 Produktkategorien ausgewertet.

Versicherer, die ihren Kunden einen konkreten Zusatznutzen oder eben Mehrwert verschaffen, können im Mehrwertindex (MWI) punkten. Je niedriger der MWI ausfällt, desto höher ist der vom Kunden angegebene Mehrwert hinsichtlich der eigentlichen Kernleistungen und Zusatzangebote. Jene Versicherer, die aus Kundensicht über dem Branchendurchschnitt performen, können mit dem Prädikat „hoher Mehrwert“ bewertet werden. Übertrumpfen Anbieter in der Verbraucherwahrnehmung sogar noch diesen „hohen Mehrwert“, können sie mit dem Prädikat „sehr hoher Mehrwert“ bedacht werden. „Unternehmen, die materielle, prozessuale oder auch emotionale Zusatzleistungen anbieten, heben sich von der Konkurrenz ab und setzen so neben einem kaufentscheidenden Argument auch einen Anreiz für Kundentreue“, erklärt Service Value-Geschäftsführer Claus Dethloff.

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