Krankenkasse droht Insolvenz

Die BKK24 hat beim Bundesamt für Soziale Sicherung einen Liquiditätsengpass gemeldet. Grund für die finanzielle Schieflage ist offenbar ein zu geringer Zusatzbeitrag. Nun wird geprüft, ob Insolvenz angemeldet werden muss.

Der Betriebskrankenkasse BKK24 ist in eine finanzielle Schieflage geraten: Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, hat die bundesweit tätige Kasse das Bundesamt für Soziale Sicherung (vormals Bundesversicherungsamt) über die vorrübergehenden Zahlungsschwierigkeiten informiert. Nun ist es am Bundesamt, die eingereichten Informationen zu prüfen und gegebenenfalls ein Insolvenzverfahren einzuleiten.

In einer Stellungnahme begründet die Kasse den Liquiditätsengpass mit einem „bilanziellen Einmaleffekt, der sich im Rahmen der konkretisierten Jahresprognose gezeigt hat“. Laut Angaben des RND hat der erhobene Zusatzbeitrag der BKK24 die anfallenden Kosten offenbar nicht gedeckt, war also zu gering kalkuliert.  

Mit einem erhobenen Zusatzbeitrag von 1,0 Prozent lag die BKK24 deutlich unter dem durchschnittlichen Beitrag von 1,3 Prozent und war eine der günstigsten bundesweit geöffneten Krankenkassen.

Pläne für signifikante Beitragserhöhungen

Sollte das Bundesamt für Soziale Sicherung nach der Prüfung zu dem Schluss kommen, dass eine Sanierung möglich und ein Insolvenzverfahren abwendbar ist, müsste die Kasse ihre Zusatzbeiträge signifikant anheben. Entsprechende Pläne würden bereits diskutiert, berichtet die ortsansässige Schaumburger Zeitung.  

Die mögliche Folge: eine Kündigungswelle seitens der Versicherten. Dadurch könnten sich die finanziellen Probleme der Kasse noch weiter verschärfen. Die aktuelle Situation habe keine Auswirkungen auf den Versicherungsschutz der Kassenmitglieder: „Alle Versicherten sind abgesichert. Alles wird normal bearbeitet“, teilt die BKK24 mit.

Kommt es zu einer Insolvenz der Kasse müssten sich die 130.000 Kunden der BKK24 eine neue Kasse suchen, die alle laufenden Kosten übernehme.

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