Immer mehr internationale Versicherer lehnen russische Firmen ab

Für russische Unternehmen wird es angesichts des Krieges in der Ukraine immer schwieriger, Versicherungsschutz zu erhalten. Erst am Donnerstag kündigte die britische Regierung an, Versicherungsgeschäfte mit russischen Firmen aus der Luftfahrt- und Weltraumbranche untersagen zu wollen.
Doch auch ohne Sanktionen scheinen viele Versicherer unwillens, Risiken für russische Firmen abzudecken. Nach einem Bericht des Wall Street Journal können Unternehmen mit Niederlassungen oder Handelspartnern in Russland aktuell bei etlichen Anbietern keine Versicherungen gegen politische Risiken (PRI) mehr abschließen. Diese Policen leisten bei Verlusten, die durch Krieg, Enteignung oder erzwungene Verkäufe von Vermögenswerten entstehen.
Auch die Ausstellung von Warenkreditversicherungen sei dem Bericht zufolge gekürzt worden – für viele Firmen sind diese Voraussetzung für den Handel. Entsprechend dürfte deren Nicht-Existenz einen weiteren schweren Schlag für die russische Wirtschaft darstellen.
Unter Berufung auf einen leitenden Angestellten einer Schifffahrtsgesellschaft berichtete das New Yorker Portal zudem, dass aktuell Versicherungen für die Einfahrt in Häfen im Schwarzen Meer, wie beispielsweise ins russische Novorossiyskde facto nicht mehr abschließbar sind. Der Grund: Je näher der Kriegsausbruch in den vergangenen Wochen rückte, umso teurer seien die Policen geworden.
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