HDI, Huk-Coburg und LVM starten Kfz-Plattform

Drei Kfz-Versicherer launchen eine gemeinsame Plattform, helden.de übernimmt TIERdirekt, Jung, DMS & Cie. starten eine neue Plattform für betriebliche Vorsorge und die Allianz spricht für die ersten Krankenversicherungs-Tarife Beitragsgarantien aus.

Risikovoranfrage Bild: procontra

Ein neues Digital-Tool für Risikovoranfragen in den Bereichen Berufsunfähigkeit und Risiko Leben hat der Lübecker Maklerpool blau direkt für seine angeschlossenen Vermittler im Programm. Bild: procontra

Der Assekuradeur der Phönix Maxpool Gruppe hat die Tarife des hauseigenen Unfallversicherungs-Deckungskonzeptes weiterentwickelt. Ab sofort beinhaltet der Tarif „max-UV Premium“ auch das Garantiepaket, das bedeutet: Durch die Differenzdeckung und die Besitzstandsgarantie wird die Haftung des Maklers minimiert. Kunden erhalten nun eine umfassende Sicherheit in Bezug auf einen möglichen Vorvertrag und auch einen zu überbrückenden Zeitraum in einem leistungsschwächeren Tarif bis zum Beginn der „max-UV Premium“.

Der Tarif „max-UV Premium“ beinhaltet eine laut Maxpool marktführende Gliedertaxe (z. B. Arm/Bein: 100 Prozent, Fuß: 75 Prozent, Hand: 90 Prozent), den Verzicht auf Leistungskürzungen bei Mitwirkung von Krankheiten und Gebrechen, die Mitversicherung von Bewusstseinsstörungen in sämtlichen Ausprägungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, Medikamente, Epilepsie und Zuckerschock – auch Diabetiker), den kompletten Verzicht auf Gesundheitsfragen und die optionale max-Progression (volle Leistung ab 75 Prozent Invalidität).

Darüber hinaus kehrt der Assekuradeur zur klassischen Berufsgruppeneinteilung A/B zurück und plane die Prämien für alle Tarifvarianten „deutlich“ zu senken. „Die neuen Tarife bieten für jeden Geldbeutel einen Rund-um-Airbag für die finanziellen Folgen eines Unfalls“, sagt Stefan Klahn, Geschäftsführer der PHÖNIX Schutzgemeinschaft. Maxpool-Partner können ab sofort auf die neuen max-UV-Deckungskonzepte zurückgreifen.

helden.de übernimmt TIERdirekt

Das Hamburger Insurtech helden.de, das seit 2015 auf dem Markt ist, vergrößert sein Versicherungsportfolio und übernimmt den Tierversicherer TIERdirekt. Der Digitalversicherer erwirbt damit einhundert Prozent der Anteile von Gründer Stephan Haverkamp und der Munich Re. Das Portfolio von helden.de umfasst privaten Haftpflichtschutz für Menschen, Pferde, Hunde sowie Drohnen, einen Hausratschutz und eine Fahrradkasko. Darüber hinaus gibt es einen Business-Bereich mit einem umfassenden Versicherungsschutz für mehr als 400 Berufe. Über TIERdirekt bietet helden.de nun auch Tierversicherungen für Hunde-, Katzen- und Kaninchenhalter.

„Bereits seit 2017 haben wir Tierhaftpflichtversicherungen in unserem Angebot, mit jährlichen Wachstumsraten der Prämienvolumen von 75 Prozent. Mit der Übernahme von TIERdirekt gehen wir hier konsequent einen Schritt weiter, um für unsere Kunden auch umfassend tiermedizinische Behandlungskosten absichern zu können”, sagt Jan Louis Schmidt, Gründer und Geschäftsführer von helden.de. Der bisherige Mehrheitsanteilseigner Munich Re unterstützt das neue Setup sowohl als Erstversicherer durch die Great Lakes Insurance SE als auch als Risikoträger.

TIERdirekt wurde 2018 von Stephan Haverkamp gemeinsam mit Munich Re als Partner gegründet. Jeder Tierhalter erhält den höchsten Kostenschutz, eine Limitierung der Jahreshöchstleistung gibt es nicht. TIERdirekt hat nach eigener Aussage als einziger Anbieter in Deutschland die Leistungsprüfung vollständig digitalisiert und in die führenden Abrechnungssysteme für Tierärzte integriert.

TIERdirekt bleibt als Marke und Anbieter bestehen: „Schon nach den ersten gemeinsamen Gesprächen war die große Übereinstimmung in den Unternehmensphilosophien sichtbar und spürbar“, so Gründer Stephan Haverkamp. Die Übernahme von TIERdirekt ist Teil der Wachstumsstrategie von helden.de, die im vergangenen Jahr mit einer abgeschlossenen Finanzierungsrunde in zweistelliger Millionenhöhe unter Beteiligung eines Hamburger Family Offices und den Bestandsinvestoren gestartet wurde.

R+V schützt Bauunternehmer vor Haftungsrisiken

Auf großen Baustellen ist eine Betriebshaftpflichtversicherung ein Muss, läuft etwas schief, steigen die Kosten schnell in die Höhe. „Die Baubranche boomt. Doch mit den vollen Auftragsbüchern steigen auch die Risiken der rund 79.000 Betriebe im Bauhauptgewerbe in Deutschland“, sagt Burkhard Krüger, Abteilungsleiter Haftpflicht Firmenkunden bei der R+V Versicherung. „Wenn etwas passiert, haften Bauunternehmer für alle Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Die finanziellen Folgen können ihre Existenz bedrohen.“

Wenn beispielsweise in einem Bürokomplex Fenster fehlerhaft eingebaut wurden oder mangelhaft verlegte Rohre die Wände durchnässen, drohen Kosten in Millionenhöhe. Bauunternehmen müssen auch zahlen, wenn defekt gelieferte Materialien wieder ausgebaut werden müssen.

Für diese Fälle bietet die R+V ab sofort für größere Bauunternehmen die HAI BAU Individual an. Gezahlt wird bei dieser Haftpflichtversicherung auch bei Schäden durch technische Veränderungen, etwa wenn Heizungs- und Klimaanlagen nach einem Update neu programmiert werden müssen. Der 3D-Druck ist ebenfalls mitversichert. Muss eine Firma Materialteile aufgrund eines Fehldrucks zurückrufen, übernimmt die Versicherung die Kosten. Weil sich die Risiken von Bauunternehmer zu Bauunternehmer unterscheiden, können die Unternehmer bei HAI BAU risikospezifische Deckungsbausteine auswählen, den Versicherungsschutz also individuell abschließen.

Bauunternehmer, die ihre Betriebshaftpflichtversicherung bei der R+V abgeschlossen haben, rutschen dabei im Zweifel automatisch in einen angepassten Versicherungsschutz: „In der HAI BAU haben wir ein Aktualisierungsversprechen verankert. Das bedeutet: Unsere Kunden profitieren automatisch von verbesserten Leistungen, wenn wir den Versicherungsschutz weiterentwickeln“, betont Krüger.

Maklerpool launcht Plattform für betriebliche Altersvorsorge

Der Maklerpool Jung, DMS & Cie. startet eine neue Plattform, über die die Bereiche betriebliche Altersvorsorge, betriebliche Berufsunfähigkeitsabsicherung, betriebliche Krankenversicherung und betriebliche Pflegeversicherung gebündelt angeboten werden. Im Zuge dessen arbeite man mit dem technischen Dienstleister Evorsorge zusammen, der auf das Einrichten digitaler Plattformen spezialisiert ist.

Die Plattform, die den Namen Plug-Insurance trägt, beschränke sich dabei nicht auf die Direktversicherung, sondern unterstütze alle bAV-Durchführungswege – selbst dann, wenn die Rückdeckung nicht über Versicherungsprodukte erfolge. Die neue Plattform soll Vermittlern helfen, Verträge rund um die betriebliche Vorsorge leichter abwickeln zu können. „Vermittler und Berater sollen in die Lage versetzt werden, die große Zahl der kleineren und mittleren Unternehmen als Kunden zu gewinnen und diese bei der Einrichtung und Verwaltung betrieblicher Versorgung professionell zu unterstützen“, erklärt Jung, DMS & Cie.

Indessen könnten Arbeitgeber ihre betriebliche Vorsorge vollständig digital verwalten, ohne dafür zusätzliches Personal einzusetzen. Arbeitnehmer wiederum profitierten von „einfachen Beratungsstrecken“ und Gehaltssimulationen. Verträge lassen sich per digitaler Signatur direkt online abschließen. „Zielgruppe für unsere Systeme zur bAV, bBU, bKV und bPV, die als White Label vermarket werden, sind primär Versicherer, Banken, Vertriebe und Großmakler”, erklärt Evorsorge-Geschäftsführer Stefan Huber anlässlich des Kooperationsstarts mit Jung, DMS & Cie.

Die neue Plattform werde seit 1. April mit einigen ausgewählten Vermittlern getestet, ab Juli plane der Maklerpool sie flächendeckend für alle Partner einführen. „Vermittler erhalten ein im Markt einzigartiges und umfassendes Tool, welches bislang aufgrund der notwendigen Investitionen nur Großunternehmen vorbehalten war“, so das Unternehmen.

HDI, Huk-Coburg und LVM starten Kfz-Plattform

Im Oktober vergangenen Jahres war es noch ein Plan, nun wird er in die Tat umgesetzt: Die Kfz-Versicherer HDI, Huk-Coburg und LVM haben eine neue Plattform gestartet, die unter dem Namen „onpier“ firmiert. Über die branchenoffene Plattform sollen im Sinne eines Ökosystems mit dem Fokus auf Mobilität verschiedene Kfz-Dienstleistungen angeboten werden. Hintergrund ist der Wunsch vieler Kunden nach einer zentralen Anlaufstelle für verschiedene Bedürfnisse, weswegen das Wort „ganzheitlich“ oft ins Spiel gebracht wird.

Branchenoffen bedeutet in dem Fall: Kunden können die Services von unterschiedlichen, versicherungsfremden Partnern nutzen, wobei die Versicherer die Angebote in das eigene Angebot aufnehmen, um sie der Kundschaft anbieten zu können. Die Plattform folge dabei der App-Store Logik: Versicherer könnten sich den gewünschten Service auswählen, in das eigene Webangebot integrieren und unmittelbar nutzbar machen.

Ziel sei es, die Kundenanbindung zu stärken, indem das Geschäftsmodell über das klassische Kerngeschäft der Versicherer hinausgehe. „Insgesamt können allein durch die drei Versicherer ca. 18 Millionen Kunden von dieser ersten Zusatzleistung zukünftig profitieren“, heißt es in der onpier-Pressemitteilung. Bereits Ende März wurde die neue Plattform gelauncht – weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit. 

Allianz: Tarife mit Beitragsgarantie bis Ende 2023

Die Allianz Private Krankenversicherung spricht für die ersten Tarife Beitragsgarantien bis zum 31.12.2023 aus, die sowohl Neu- als auch Bestandskunden betreffen. Folgende Tarife und Personengruppen erhalten die Beitragsgarantie bis Ende 2023:

Die Allianz ist mit der Ankündigung für die genannten Tarife verhältnismäßig früh dran. Garantien für zusätzliche Tarife sollen nach aktuell noch laufenden weiteren Auswertungen folgen, so Alexandra Kusitzky von der Allianz.

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