Die Hausratversicherung schützt das Hab und Gut der Menschen, zum Beispiel vor der zerstörerischen Kraft des Feuers. Gleichzeitig beschert sie den Anbietern konstant hohe Gewinne, weshalb diese an einer Ausweitung ihrer Vertragsbestände interessiert sind. Für dieses Vorhaben gibt es großes Potenzial. Denn auf die 41,5 Millionen deutschen Privathaushalte (laut Statistischem Bundesamt) kamen nach jüngsten GDV-Zahlen nur 24,9 Millionen Verträge in der verbundenen Hausratversicherung.
Doch es sind nicht nur die Menschen ohne Hausrat-Police, sondern auch die Vertragsinhaber, die die Versicherer für sich gewinnen können. Denn auch ein Anteil derer, die schon Versicherungsschutz für Mobiliar und Co. genießen, können mit den richtigen Angeboten zum Versichererwechsel bewogen werden.
Cyber-Schutz und Schlüssel-Service
Worauf es dabei ankommt, hat das Marktforschungsunternehmen Sirius Campus untersucht. Dafür wurden im Mai und Juni 741 Personen befragt, die konkret abschluss- und wechselwillig in Bezug auf die Hausratversicherung sind. Demnach ist es für die Kunden viel ansprechender, wenn die Versicherer als Service- und Unterstützungsdienstleister auftreten, anstatt sich über günstige Preise zu definieren.
Ganz konkret bedeutet das für die Hausratversicherer: Werbebotschaften, die Leistungen und Hilfen im Schadenfall herausstellen, überzeugen die Kunden eher als Niedrigpreisofferten. So ist die wirksamste von 28 Werbebotschaften aus Sicht der Umfrageteilnehmer die Betonung von Cyber-Versicherungsleistungen, die in der Hausrat-Police enthalten sind. An zweiter Stelle steht ein kostenfreier Schlüsselservice, falls man sich einmal selbst ausgesperrt haben sollte. An dritter Position kommt dann allerdings der Preis ins Spiel: Mit einem günstigen Neukundenpreis innerhalb der ersten drei Vertragsjahre lassen sich ebenfalls viele Menschen von einem Abschluss überzeugen.
Huk-Coburg und Allianz an der Spitze
Am attraktivsten wirken auf die abschluss- und wechselwilligen Kunden die beiden Branchenriesen Huk-Coburg (33 Prozent) und Allianz (27 Prozent; Mehrfachnennungen waren möglich). Ermittelt wurde dieses Ergebnis durch eine Positionierung der Versicherermarken unter den Aspekten Preis, Beziehung zur Marke und Leistung.
Ob das zum Beispiel auch mit dem hohen Bekanntheitsgrad der beiden Versicherer oder ihren großen Werbebudgets in Verbindung steht, wird nicht erläutert. Kürzlich hatte aber auch eine Servicevalue-Umfrage unter mehr als 2.000 Menschen ergeben, dass Allianz und Huk-Coburg in der Verbraucherwahrnehmung zu den fairsten Versicherungsunternehmen zählen.
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