In den kommenden zwanzig Jahren erwartet der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) deutlich weniger Autounfälle. Der Grund: Immer mehr Autos sind mit Assistenzsystemen ausgestattet, Tendenz: steigend. Dabei seien Notbrems- sowie Park- und Rangierassistenten von größter Bedeutung für den Rückgang.
Bis 2040 könne es demnach in der Kfz-Haftpflicht im Vergleich zu 2019 20 bis 30 Prozent weniger Unfälle geben. Der entstandene Schaden könne dadurch um bis zu 25 Prozent sinken, heißt es in einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa. „Im Ergebnis zwölf bis 21 Prozent weniger Entschädigungsleistungen der Kfz-Versicherer“, heißt es beim GDV. Allerdings steigen gleichzeitig die Reparaturkosten. Sie erhöhen sich um vier bis sechs Prozent. Zumal bisher Elektroautos noch wesentlich kostspieliger in der Reparatur sind.
„Die Auswirkungen und der Zeitraum sind überschaubar“, sagt Kathrin Jarosch, Pressesprechern des GDV. Ob es dadurch zu möglichen Kosteneinsparungen auf Seiten der Verbraucher komme, die Versicherung für sie also günstiger werde, könne der Verband nicht prognostizieren.
„Die neuen Assistenzsysteme machen das Autofahren zwar sicherer, sie verbreiten sich aber nur langsam und machen Reparaturen im Schadenfall teurer“, sagte Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen gegenüber der dpa. Die HUK Coburg schätzt, dass es bereits jetzt etwa zwanzig Prozent weniger Unfälle durch die Nutzung der Assistenzsysteme gebe.
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