Domcura übernimmt Mehrheit an Bayerische-Tochter

51 Prozent der Anteile übernimmt der Kieler Assekuradeur, der Fokus soll zukünftig auf dem Gewerbegeschäft liegen. Damit stärkt Domcura-Eigner MLP seine Bestrebungen, im Gewerbemarkt Fuß zu fassen.

Lange zwitscherten es bereits die Vögel von den Dächern, nun wird Vollzug gemeldet: Der zur MLP-Gruppe gehörende Assekuradeur Domcura übernimmt die Mehrheit an dem zur Bayerischen gehörenden Assekuradeur Asspario. So habe die Domcura rückwirkend zum ersten Januar dieses Jahres insgesamt 51 Prozent der Anteile am Bad Kreuznacher Unternehmen übernommen – die übrigen 49 Prozent verbleiben hingegen bei der Bayerischen, die das Unternehmen selbst erst 2020 vollständig (2016 zu 75 Prozent) übernommen hatte.

Die Asspario vertreibt bislang vorwiegend Haftpflicht- sowie Hausrat-, Wohngebäude und Unfallpolicen. Laut Homepage verwalte man derzeit rund 40.000 Versicherungsverträge.  

Künftig soll der Schwerpunkt aber auf dem Gewerbebereich liegen. „Dabei wird der Fokus von Asspario auf der Entwicklung von automatisierten Versicherungskonzepten für Kleingewerbe liegen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Bereits im vergangenen Jahr hatte MLP mehrere Zukäufe getätigt, um seine Position im Geschäft mit Gewerbeversicherungen weiter zu stärken.  

Die Bayerische will ihre Wohngebäudeversicherungen zukünftig über die Asspario anbieten. Darüber hinaus soll die Plattform auch weiteren Versicherern offen stehen, die hierüber Versicherungslösungen anbieten können. Neben der Bayerischen agiert bislang nur die GVO aus Oldenburg als Produktgeber.

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