Die Versorgungsqualität der mehr als vier Millionen privat Vollversicherten soll auf einem „optimalen Niveau“ bleiben: Zu diesem Zweck haben die vier privaten Krankenversicherer Axa, Debeka, HUK-Coburg und die Versicherungskammer Bayern nun einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der eine Zusammenarbeit im Bereich des Leistungs- und Versorgungsmanagements vorsieht. Erste externe Kooperationspartner für dieses Vorhaben sind das Pharmaunterhemen Sandoz sowie die psychosomatische Medigreif Inselklinik. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Axa hervor.
Beiträge sollen stabil bleiben
Mit verschiedenen Arzneimittelherstellern wollen die Privaten Krankenversicherer künftig ein Netzwerk bilden – und dabei den Fokus auf das Arzneimittelmanagement und einen möglichen Abschluss von Pharmarabattverträgen legen. „Die daraus resultierenden Ersparnisse kommen ebenso den Versicherten wie den Kooperationspartnern zugute, denn auf lange Sicht dienen alle Maßnahmen der Beitragsstabilität“, heißt es in einem entsprechenden Positionspapier. Zudem planen die vier privaten Krankenversicherer eine Zusammenarbeit mit Leistungserbringern aus dem ambulanten und stationären Sektor.
Dies soll dazu führen, dass Wartezeiten der Versicherten bis zum Behandlungsbeginn entfallen. Ein weiterer avisierter Pluspunkt der vereinbarten Kooperation: Administrative Prozesse mit den Kliniken sollen verschlankt werden, indem beispielsweise direkt abgerechnet wird.
Gemeinsam betriebenes Gesundheitsportal
Bereits vor Unterzeichnung des Kooperationsvertrages haben die vier privaten Krankenversicherer ihre Zusammenarbeit durch das gemeinsame Gesundheitsportal „Meine Gesundheit“ vorangetrieben. Auch dieses dient der Vereinfachung von Prozessen der Gesundheitsversorgung – Patienten können beispielsweise Services wie die elektronische Patientenakte, papierloses Rechnungsmanagement oder ein Medikamentenmanager nutzen sowie Online-Termine vereinbaren.
„Mit der gemeinsamen Größe soll die Kooperation nicht nur die Attraktivität für Partnerschaften am Markt steigern, sondern auch die vorhandenen Kompetenzen und Erfahrungen in den Versorgungsprozessen nutzen“, teilt Axa-Pressesprecher Hendrik Theesfeld in einem Statement zu der Kooperationsvereinbarung mit. Perspektivisch würden dadurch die Leistungsausgaben gedämpft.

