Die Coronakrise hat sich im Jahr 2020 auch bei den 15 größten europäischen Versicherungsunternehmen bemerkbar gemacht. Ihre Prämieneinnahmen gingen gegenüber 2019 um 4,9 Prozent (29,3 Milliarden Euro) auf 567,7 Milliarden Euro zurück. Dieses Ergebnis hat die spanische Versicherungsgruppe Mapfre in ihrer jährlichen Rangliste der größten europäischen Versicherer zusammengetragen. Dafür hat sie die Geschäftsberichte der Unternehmen analysiert.
Den großen deutschen Versicherern ist es dabei vergleichsweise gut ergangen. Drei der vier vertretenen Unternehmen (Allianz, Talanx und R+V) konnten ihre Prämieneinnahmen auch im Krisenjahr 2020 ausbauen (Betrachtung aller Sparten inklusive Lebensversicherung). Lediglich die Ergo musste Einbußen von 0,5 Prozent gegenüber 2019 verzeichnen. Von den nicht deutschen Unternehmen schaffte das lediglich die italienische Generali. Die übrigen elf der Top 15 mussten Rückgänge verkraften.
Talanx wuchs am stärksten
Mit speziellem Blick auf den Nicht-Leben-Bereich (hierzu zählt Mapfre neben dem Schaden-/Unfall-Bereich bei den meisten Unternehmen auch die Krankenversicherung, sofern diese nicht untrennbar der Lebensversicherung zugeordnet ist) zeigt sich ein ähnliches Bild. Zwar mussten hier nur sieben der 15 größten europäischen Anbieter Einbußen verzeichnen. Unter ihnen befindet sich mit der Ergo aber nur ein deutscher Vertreter.
Mit einem Prämienplus von 7,6 Prozent konnte der Talanx-Konzern sogar das europaweit stärkste Wachstum unter den Größten der Branche vorweisen. Am meisten abgeben mussten prozentual die Studienautoren von Mapfre. Ihre Prämieneinnahmen im Nicht-Leben-Bereich gingen um 8,3 Prozent zurück (-1,45 Milliarden Euro).

