Die Bedeutung von BU-Direktversicherungen für Unternehmen wächst. Makler können sich dieses Potenzial zunutze machen – vorausgesetzt, sie gehen gut vorbereitet in die Vermittlung. Consilium-Chef Alexander Schrehardt beantwortet in seiner Keynote am zweiten profino Kongresstag die wichtigsten Fragen zu diesem hochinteressanten Thema: von vertraglichen Problemen, die sich bei der Einrichtung einer BU-Direktversicherung ergeben können bis hin zu möglichen Haftungsrisiken. Los geht es am 12.05. ab 10:15 Uhr. Einen Vorgeschmack gibt es hier im Kurzinterview.profino: Herr Schrehardt, warum sind BU-Direktversicherungen für Unternehmen von so großer Bedeutung?Alexander Schrehardt: Die deutsche Gesellschaft überaltert – ein Problem, das von den Belegschaften in den Unternehmen nachgezeichnet wird. Ausbildungsplätze und vakante Stellen können nicht mehr besetzt werden. Der Arbeitgeber unserer Tage muss sich beim Arbeitnehmer bewerben. Dafür sind eine angemessene Entlohnung, geregelte Arbeitszeiten und ein ausreichend dimensionierter Urlaubsanspruch regelmäßig nicht ausreichend. Auch eine betriebliche Altersversorgung und Leistungen einer betrieblichen Krankenversicherung sollten der Angebotsofferte angeheftet sein. Die Absicherung der Arbeitskraft im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung ist somit ein wichtiges Instrument für die Mitarbeitergewinnung und -bindung.profino: Worauf kommt es für Makler bei einer erfolgreichen Vermittlung an?Schrehardt: Die Absicherung des Berufsunfähigkeitsrisikos in Verbindung mit einer betrieblichen Altersversorgung ist gleichermaßen für Arbeitnehmer und Vermittler ein sehr interessantes Vorsorgeinstrument. Für Arbeitnehmer in mittelständischen und Großunternehmen öffnen die Versicherer den Zugang zu beispielsweise einer BU-Direktversicherung mit einer listenförmigen Anmeldung. Die Risikoprüfung beschränkt sich in diesem Fall auf eine Dienstobliegenheitserklärung des Arbeitgebers. Sofern der Vermittler ein Unternehmen mit einem ausreichend großen Belegschaftskollektiv akquiriert und den Arbeitgeber und die Arbeitnehmer qualifiziert berät und aufklärt, ist eine Absicherung der Arbeitskraft im Rahmen einer betrieblichen Altersversorgung ein Selbstläufer. Die Investition in qualifizierte Beratungsleistungen rentiert sich für jeden engagierten Vermittler.profino: Wie halte ich als Vermittler Haftungsrisiken möglichst gering?Schrehardt: In der betrieblichen Altersversorgung tritt der Arbeitgeber als dritte Vertragspartei bei. Dies sollte und muss der Vermittler im Blick haben. Nicht der Arbeitnehmer, sondern vielmehr der Arbeitgeber ist der Kunde. Mögliche Störfälle, zum Beispiel eine längere Arbeitsunfähigkeit, ein Erziehungsurlaub oder auch das Ausscheiden des Mitarbeiters aus dem Unternehmen, müssen bereits bei Einrichtung der betrieblichen Altersversorgung mit dem Arbeitgeber besprochen und die zuständigen Abteilungen, dies sind regelmäßig die Personalabteilung und die Lohnbuchhaltung, entsprechend gebrieft werden.
Zwei Experten Interviews runden das Programm des zweiten Kongresstages ab: Zunächst stellt sich Dr. Frederick Krummet, Leiter Corporate Employee Benefits der LV 1871 Pensionsfonds AG: „Keine Angst vor Pensionszusagen!“ Am besten melden Sie sich jetzt gleich zu allen Veranstaltungen an – online und kostenfrei. Für die Teilnahme erhalten Sie wie immer eine IDD-konforme Weiterbildungsbestätigung.
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