Wegen der Pandemie setzen immer mehr Einzelhändler auf das Online-Geschäft, Bring-Services bis an die Haustür boomen. Doch wer bezahlt, wenn die Ware während des Transports beschädigt oder zerstört wird? Was passiert, wenn sie verloren geht oder erst Wochen später beim Empfänger ankommt? Für finanzielle Sicherheit in solchen Fällen will die Basler nun mit der CARGO Einzelhandelspolice sorgen, die mit einer umfassenden All-Risk-Deckung ausgestattet ist. Das neue Produkt ist auf den Bedarf von Einzelhändlern mit einem jährlichen Gesamtumsatz von bis zu einer Millionen Euro und einem Online-Umsatz von bis zu 200.000 Euro zugeschnitten. Versichert sind Beschädigung, Zerstörung oder Abhandenkommen der Güter – durch Transportmittelunfall, Diebstahl und Nicht- oder Falschauslieferung. Der Transport mit eigenen Fahrzeugen ist bis 2.500 Euro mitversichert. Pakete, die mit Dienstleistern versendet werden, sind bis 10.000 Euro versichert.
Rentengarantien werden auf marktübliches Niveau gebracht
Der Lebensversicherer Canada Life passt seine Rentenversicherungen an den Markt an. Zum Jahresbeginn 2022 will das Unternehmen die Garantien bei Neuverträgen auf ein marktübliches Niveau justieren. Damit reagiert der Versicherer auf die infolge der Niedrigzinsen gestiegenen Kosten für die Garantie-Bausteine. „Wir wollen die Leistungsstärke unserer Tarife trotz der höheren Garantiekosten nicht zurückfahren“, erklärt Markus Drews, Managing Director von Canada Life Europe. „Garantien sind zwar wichtig, dürfen aber dem erfolgreichen Vermögensaufbau nicht über Gebühr im Weg stehen.“ Damit die Kunden optimal am Potenzial der Kapitalmärkte teilhaben können, komme es nicht auf möglichst hohe Garantien an, sondern „auf das Investment dahinter“.
Mit Künstlicher Intelligenz zu weniger Stress
Um Stressquellen und Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz auf ein Minimum zu reduzieren, geht die Hallesche mit dem Berliner Startup „Dear Employee“ eine Kooperation ein: Firmenkunden des Krankenversicherers erhalten ein Jahr lang kostenfreien Zugang zu den Leistungen von „DearEmployee“. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz werden Mitarbeiterbefragungen durchgeführt, um die psychische Gefährdung durch Stress am Arbeitsplatz zu messen. Basierend darauf werden Empfehlungen zur mentalen Gesundheit erstellt und Maßnahmen vorgeschlagen, die der Arbeitgeber umsetzen soll. „Wir wollen Angebote zur Stärkung der mentalen Gesundheit in der betrieblichen Krankenversicherung verankern“, erklärt Wiltrud Pekarek, Vorstandsmitglied der Halleschen, dazu. Mit dem „DearEmployee“-Angebot will der Krankenversicherer am bkv-Markt punkten, es richtet sich an alle im Budgettarif „FEELfree“ versicherten Firmenkunden.
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Neuer Vorstand bei der Öffentlichen Braunschweig
Der Vorstand der Öffentlichen Versicherung Braunschweig bekommt zum 1. Januar 2022 ein neues Gesicht: Marc Knackstedt wechselt von der Braunschweigischen Landessparkasse in die Reihen des Versicherers. Knackstedt ist auf die Bereiche Asset Management, Controlling und Firmenkundenbetreuung spezialisiert und wurde 2010 zum Vorstand der NORD/LB Asset Management AG ernannt, 2017 wechselte er in den Vorstand der Braunschweigischen Landessparkasse. Seiner Bestellung in den Vorstand muss noch die Trägerversammlung der Öffentlichen zustimmen.
Wechsel in der Hiscox-Chefriege
Stühlerücken gibt es auch bei dem Berliner Spezialvermittler für Cyberversicherungen, Cyberdirekt: Zum 1. Oktober wechselt Ole Sieverding vom Spezialversicherer Hiscox in die Geschäftsführung von Cyberdirekt und unterstützt dort Gründer Hanno Pingsmann. Sieverding studierte an der Dortmunder International School of Management Betriebswirtschaft und ging 2013 zu Hiscox. 2016 wechselte er vom Hamburger Standort des Unternehmens nach München, wo er die Leitung des Bereichs Cyberversicherung übernahm.
Zurich-Chef geht zu Wefox
Peter Huber soll in seiner neuen Funktion als Chief Insurance Officer bei dem Berliner Versicherungs-Startup Wefox die Expansion im Bereich Lebens- und Krankenversicherung sowie den Vertrieb des bestehenden Produktportfolios vorantreiben. Huber bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung im internationalen Versicherungsgeschäft mit, zuletzt war er Chef von Zurich International. „Peter Huber bildet gemeinsam mit David Stachon als Leiter des operativen Geschäfts und mir als Vorstandschef ein schlagkräftiges Führungstrio, um unsere Vision zu erreichen, in einem Jahrzehnt der führende Personenversicherer zu sein“, sagt Wefox-Mitgründer Julian Teicke über die Neubesetzung. Künftig sollen alle relevanten Produkte im Sach- und Lebensversicherungsbereich auf einer einzigen technologischen Plattform abgebildet werden, 50 neue Produkte sind für das kommende Jahr geplant.
Allianz-Vorständin Hunt steht vor dem Aus
Ob das Allianz-Vorstandsmitglied Jacqueline Hunt ihren Hut nehmen und bis Ende 2022 ihren Vertrag vorzeitig beenden muss, wird der Allianz-Aufsichtsrat vermutlich in seiner nächsten Sitzung am 30. September entscheiden. Der Hintergrund: Hedgefonds der Allianz-Tochter Allianz Global Investors (AGI) brachten institutionellen Investoren zu Beginn der Coronakrise große Verluste ein. Einige Fonds mussten liquidiert werden. Aus diesem Grund sind nun mehrere Verfahren vor US-Gerichten anhängig, neben der Börsenaufsicht SEC untersucht seit Ende Juli auch das US-Justizministerium die Vorfälle. Die deutsche Börsenaufsicht BaFin ist ebenfalls involviert. Dabei ist von einem möglichen Schaden von bis zu sechs Milliarden Euro die Rede. Nach eigener Aussage zieht der Allianz-Konzern jetzt in Erwägung, „die Nachfolgeplanungen für den Vorstand vorzuziehen“.
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