7 Forderungen zur Verbesserung der Aktienkultur

Auch wenn viele Menschen 2020 Aktieninvestments für ihre Geldanlage entdeckten, besitzt nach wie vor gerade einmal jeder sechste Deutsche Aktien, Fonds oder ETF. Das Deutsche Aktieninstitut unterbreitete nun Vorschläge, was sich ändern muss.

Neben den vielen unzweifelhaft verheerenden Auswirkungen hatte die Corona-Pandemie durchaus auch positive Effekte: Nicht nur, dass viele Deutsche im vergangenen Jahr ihre Lust am Radfahren entdeckten und ihr Auto dafür häufiger einmal stehen ließen, auch in Sachen Geldanlage zeigten sich mehr Bürger als sonst risikofreundlicher. So stieg die Zahl der Menschen, die in Aktien investierten, laut Zahlen des Deutschen Aktieninstituts (DAI) im vergangenen Jahr um 2,7 Millionen – einen solchen Anstieg hatte es zuletzt vor 20 Jahren gegeben. Vor allem junge Menschen entdeckten die Wertpapiermärkte für sich.  

Dennoch: Noch immer besitzt lediglich jeder sechste Deutsche Aktien, Fonds oder ETFs. Im Hinblick darauf, dass die umlagefinanzierte staatliche Rente durch den demografischen Wandel weiter unter Druck gerät, fordert das DAI, die Aktienkultur in Deutschland gezielt zu stärken. In einem aktuellen Positionspapier präsentiert der Verband zahlreiche Forderungen an die Politik, mit denen das „Ökosystem Kapitalmarkt“ in Deutschland gestärkt werden soll. Interessant sind dabei vor allem die folgenden:

Weitere Forderungen umfassen darüber hinaus eine finanzierungsfreundliche Auslegung des Aktienrechts (bspw. durch eine erleichterte Aufnahme von Eigenkapital durch die Firmen), eine Modernisierung der Jahreshauptversammlungen (bspw. durch die Verankerung virtueller Hauptversammlungen als gleichwertige Alternative) und abgestimmte europäische Initiativen statt nationaler Alleingänge beim Thema Nachhaltigkeit.

Das gesamte Positionspapier finden Sie hier.