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Tierhalterhaftpflichtversicherung: Die Leistungstrends bei Hund und Pferd

Verursachen Hunde oder Pferde einen Schaden, sollten ihre Halter gut abgesichert sein. Franke und Bornberg haben jeweils über 100 THV-Tarife untersucht. Für die Beratung tun sich dabei einige Trends auf.

Pferde und Hund

Mit einer guten Tierhalterhaftpflichtversicherung ausgestattet lässt sich die Zeit mit Pferden und Hunden entspannter genießen. | Quelle: Alexia Khruscheva

Beißen, treten, demolieren – Hunde und Pferde können, so viel Freude sie ihren Halterinnen und Haltern auch machen, hohe Personen- und Sachschäden verursachen. Angesichts der gesetzlich für sie geltenden Gefährdungshaftung erscheint der Abschluss einer Tierhalterhaftpflichtversicherung (THV) obligatorisch, zumal er in manchen Bundesländern für Hunde sogar Pflicht ist. Dazu kommt: Für weit verbreitete Hunderassen beginnt der Jahresbeitrag für gute Policen schon zwischen 45 und 60 Euro, für Pferde bei etwa 100 Euro, heißt es von Seiten der Ratingagentur Franke und Bornberg.

Diese hat sich nun angesehen, wo das Leistungsniveau der THV-Tarife für Hunde und Pferde liegt und welche aktuellen Leistungstrends an Bedeutung gewinnen. Denn gute bis sehr gute Tarife gibt es einige. Entscheidend sind offenbar moderne Leistungsdetails, die Makler bei der Beratung nicht erst in den Bedingungen nachschlagen, sondern initiativ anbringen sollten.

Auf diese Leistungen kommt es an

Bei beiden Tieren bringt die Mitversicherung von Schäden an gemieteten oder geliehenen Sachen die meisten Punkte im Rating. Uneingeschränkter Schutz für diese ist zudem einer der Mindeststandards für die Tarife, um die Rating-Bestnote „FFF+“ erhalten zu können. Speziell bei Hunden kommt hier der Trend zum Hund am Arbeitsplatz ins Spiel. Arbeitgeber erlauben es zunehmend, dass ihre Angestellten oder Freelancer ihre Hunde mit ins Büro bringen. Doch dort können mitunter hohe Schäden entstehen. Zwar leistet eine THV grundsätzlich überall. Dies gewinnt aber als Beratungsaspekt an Bedeutung.

Ähnliches gilt für das Inventar von Reiseunterkünften, bei dem Top-Tarife nichts ausklammern sollten. Da durch die zunehmende Anzahl von Hunden in deutschen Haushalten diese auch häufiger mit auf Reisen kommen, bekommt dieser Leistungsaspekt mehr Gewicht. Für Hundehalter, die ihr Tier zum Schutz- und Rettungshund ausbilden lassen, ist zudem der Einschluss von sogenannten Figuranten wichtig, also von Menschen, die bei der Ausbildung als Übungspartner eingesetzt werden.

Daneben sollten Top-Tarife eine hohe Versicherungssumme beinhalten (laut Franke und Bornberg 20 Millionen Euro) sowie eine Forderungsausfalldeckung, falls das Tier eines Dritten einen Schaden verursacht, dieser aber selbst keine Police abgeschlossen hat. Wichtig ist zudem bei Pferden, dass Jungtiere und Fohlen mindestens für das erste Jahr mitversichert sind.

Das sind die Gewinner

Beim aktuellen THV-Rating für Hunde kamen 35 Ratingkriterien zum Einsatz, beim Pferde-Rating 37. Genauere Informationen zur Rating-Methodik gibt es hier. Bei den Hunden wurden 173 Tarife von 88 Anbietern und bei den Pferden 136 Tarife von 76 Anbietern untersucht. Bei beiden erhielten jeweils 17 Tarife die Bestnote „FFF+“. Die vollständigen Ergebnislisten können hier eingesehen werden.