GDV-Statistik

Fahrraddiebstahl auf hohem Kostenniveau: Neue Beratungschancen für Makler

Die Zahl der Fahrraddiebstähle in Deutschland geht zwar zurück, für Versicherer und Vermittler bleibt das Thema dennoch relevant, denn die Schäden verharren auf Rekordniveau.

Krimineller durchtrennt Fahrradschloss mit einem Bolzenschneider

Die neue GDV-Statistik zeigt: Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist zwar gesunken, die Schäden bleiben aber auf Rekordniveau. | Quelle: shotbydave

Nach aktuellen Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden in Deutschland 2025 rund 115.000 versicherte Fahrräder gestohlen. Das ist im Vergleich zu 2024 zwar ein Rückgang um 20.000 Räder – die Leistungen der Hausratversicherer verharren mit rund 150 Millionen Euro aber weiterhin auf Rekordniveau.

Hochwertige E-Bikes verändern das Risiko

„Der durchschnittliche Schaden nach einem Fahrraddiebstahl liegt inzwischen bei 1.270 Euro und damit so hoch wie nie. Vor allem hochwertige Fahrräder und E-Bikes treiben die Kosten nach oben“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

Für Vermittler ergeben sich daraus konkrete Beratungsanlässe, denn nicht selten passt der Versicherungsschutz nicht mehr zum aktuellen Wert des Fahrrads. Hinzu kommt: Fahrräder sind zwar über die Hausratversicherung gegen Einbruchdiebstahl abgesichert, etwa wenn sie aus der Wohnung, dem Keller oder einer verschlossenen Garage gestohlen werden. Für einfachen Diebstahl unterwegs, beispielsweise auf der Straße oder vor Geschäften, ist jedoch häufig ein zusätzlicher Fahrradbaustein erforderlich.

Wann sich eine separate Police lohnt

Bei besonders hochwertigen Bikes kann sich auch der Abschluss einer separaten Police lohnen, denn in der Hausratversicherung ist die Entschädigung oft auf einen Prozentsatz der Versicherungssumme begrenzt, separate Verträge versichern dagegen den vollen Neuwert. Außerdem bieten sie noch weitere Extras, übernehmen zum Beispiel die Reparaturkosten bei Verschleiß oder nach Unfällen.

Prävention als Teil der Beratung

Neben dem Versicherungsschutz rückt auch das Thema Diebstahlprävention stärker in den Fokus. Hier die 5 wichtigsten Anti-Diebstahl-Tipps des GDV:

  • Hochwertige Bügel- oder Kettenschlösser verwenden  

  • Fahrräder möglichst immer an festen Gegenständen anschließen  

  • Fahrräder an gut sichtbaren und beleuchteten Orten abstellen  

  • Rahmennummer, Kaufbelege und Fotos des Fahrrads aufbewahren  

  • Bei teuren Fahrrädern und E-Bikes den Versicherungsschutz regelmäßig prüfen

Long Story short

  • Die Zahl der versicherten Fahrraddiebstähle sank 2025 auf 115.000 Fälle, die Schäden bleiben mit 150 Millionen Euro aber auf Rekordniveau.

  • Der durchschnittliche Schaden liegt mit 1.270 Euro so hoch wie nie – vor allem wegen teurer E-Bikes.

  • Vermittler können das Thema ideal für Bestandschecks und Beratungsgespräche nutzen.