Immobilienfinanzierung
Bauzinsen: Iran-Krieg könnte langfristige Folgen haben

Infolge der Kriegshandlungen im Nahen Osten sind die durchschnittlichen Zinsen für 10-jährige Immobiliendarlehen auf 3,9 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Analyse des Baudarlehenvermittlers Interhyp hervor.
Wie es mit den Bauzinsen weitergehen könnte, dazu gibt das mit Finanzexperten besetzte Interhyp-Bankenpanel Auskunft. Allerdings besteht bei diesem aktuell nur Einigkeit darin, dass in den nächsten Wochen keine Entspannung in Sicht ist. Wie es danach aber weitergehen wird, selbst wenn die Straße von Hormus wieder für den normalen Frachtverkehr geöffnet wird, dazu gehen die Experteneinschätzungen auseinander.
So heißt es einerseits aus dem Panel, dass sich die sprunghaft angestiegenen Inflations- und Leitzinserwartungen ein Stück weit normalisieren und zu einem Rückgang der Kreditzinsen führen könnten. Langfristig betrachtet könnten aber Staaten, die fiskalische Hilfen gegen die Inflation auf den Weg bringen, durch die zunehmende Staatsverschuldung auch den Aufwärtsdruck auf die langlaufenden Renditen hochhalten.
Interessenten an einem Immobilienkauf rät Interhyp-Chef Jörg Utecht nicht auf sinkende Zinsen zu spekulieren, insbesondere wenn man gerade eine passende Immobilie gefunden hat. „Wer individuell vergleicht und das aktuelle Zinsniveau fixiert, schafft Planungssicherheit. Das gilt übrigens nicht nur für den Erstkauf, sondern auch für alle, die in nächster Zeit eine Anschlussfinanzierung brauchen“, sagt Utecht.
Darüber hinaus gewinnen bei insgesamt steigenden Zinsen Faktoren wie Eigenkapital, Tilgungsrate und Dauer der Zinsbindung an Bedeutung. Zudem sollten Kaufinteressierte prüfen, ob mögliche Förderprogramme in Anspruch genommen werden können. Besonders regionale Förderungen würden häufig übersehen.
