Führungswechsel

Stoïk holt Cyber-Expertin Vanessa Rittger von Coalition

Stoïk baut sein Deutschlandgeschäft weiter aus und holt mit Vanessa Rittger eine erfahrene Cyber-Spezialistin von Coalition an Bord. In einem dynamischen Marktumfeld soll sie den Ausbau der Maklerbetreuung vorantreiben und das Wachstum im Mittelstand weiter beschleunigen.

Cyber-Expertin Vanessa Rittger kommt von Wettbewerber Coalition.

Cyber-Expertin Vanessa Rittger kommt von Wettbewerber Coalition. | Quelle: Stoik

Der europäische Cyberversicherer Stoïk baut sein Deutschlandgeschäft weiter aus: Mit Vanessa Rittger wechselt eine erfahrene Branchenexpertin vom Wettbewerber Coalition zum Anbieter und übernimmt die Position Head of Sales Underwriting. Die Personalie kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Cyberversicherungsmarkt in Deutschland spürbar an Dynamik gewinnt – insbesondere im Segment der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Rittger wird Teil der Führungsebene eines rund 20-köpfigen Vertriebsteams und soll insbesondere die Betreuung der Maklerpartner intensivieren. Ziel: die Position von Stoïk im gewerblichen und industriellen Cybergeschäft weiter festigen – ein Markt, der wächst, aber zugleich anspruchsvoller wird. Laut einer vor kurzem von der BaFin vorgestellten Studie, wächst der Markt für Cyberversicherungen zwar immer noch, aber die Dynamik hat sich deutlich verlangsamt. Während 2021 und 2022 noch Wachstumsraten von 66 Prozent und 56 Prozent erzielt wurden, liegt der Zuwachs 2024 nur noch bei 13 Prozent.

Fokus auf Makler und Risikokompetenz

Stoïk besetzt die Position aus gutem Grund: Auf diese Weise soll die Schnittstelle ausgebaut werden, an der Cyberversicherung laut Stoïk im deutschen Mittelstand in der Praxis entschieden wird: zwischen Maklervertrieb, Risikoprüfung und Prävention. Der Wechsel hat damit auch Wettbewerbsrelevanz für den deutschen Cybermarkt. Mit Rittger gewinnt Stoïk eine ausgewiesene Spezialistin, die sowohl Vertriebs- als auch Underwriting-Kompetenz vereint. „Wer Makler überzeugen will, braucht Leute, die beide Seiten verstehen: Vertrieb und Risikoprüfung“, sagt Franziska Geier, Geschäftsführerin von Stoïk für Deutschland und Österreich.

Rittger habe laut Geier bereits bei Coalition gezeigt, dass sie Cyberrisiken nicht nur platzieren, sondern auch fundiert bewerten könne. Vor ihrer Zeit bei Coalition war sie unter anderem im Key-Account-Management eines Cyberassekuradeurs tätig sowie bei der Allianz im Industrie- und Firmenkundengeschäft.

Wachstum unter Druck

Rittger selbst verweist auf die steigenden Anforderungen im Markt: „Der deutsche Cyber-Markt ist in Bewegung wie nie zuvor, und die Erwartungen von Maklern und Unternehmen an ihre Versicherer wachsen mit.“ Diese Einschätzung trifft auf ein Umfeld, das durch zunehmende Cyberrisiken, regulatorische Anforderungen und wachsende Schadenkomplexität geprägt ist. Stoïk sieht sich dabei gut positioniert: Das Unternehmen meldete für 2025 ein Wachstum von über 200 Prozent gegenüber dem Vorjahr und sicherte sich Anfang 2026 im Rahmen einer Series-C-Finanzierung zusätzliche 20 Millionen Euro.