Berufsunfähigkeit

Große Preisunterschiede bei BU-Policen im Test

Stiftung Warentest hat 67 BU-Policen getestet – mit überwiegend hervorragenden Ergebnissen. Erstaunlich sind aber die großen Preisunterschiede.

14:06 Uhr | 10. Juni | 2024
Ein Mann in einer Reha-Klinik

Wer länger­fristig erkrankt, hat schnell finanzielle Sorgen. Es sei denn, sie oder er hat vorgesorgt und eine Berufs­unfähigkeits­versicherung abge­schlossen.

| Quelle: Hispanolistic

Wer seine Arbeitskraft absichern möchte, kann auf eine ganze Reihe von guten Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) zurückgreifen. Das zeigt ein aktueller Test der Stiftung Warentest. Insgesamt kamen dabei 67 Policen auf den Prüfstand.

Riesige Preisunterschiede

Der Test beleuchtet auch die Jahres­beiträge für verschiedene Modell­kunden und Rentenhöhen. Dabei fällt auf, dass die Preisunterschiede unter den Versicherern zum Teil enorm sind. Beispiels­weise zahlt ein 30-jähriger Controller zwischen 643 Euro (Huk24) und 3.071 Euro (Debeka) Jahres­beitrag, wenn er eine Monats­rente von 2.000 Euro bis zum Alter 67 Jahre absichern will. Und ein 20-jähriger Student müsste zwischen 440 Euro (Bayerische) bis 1.360 Euro (Inter) im Jahr für eine Monatsrente von 1.500 Euro bis 67 Jahre aufbringen.

Verbraucherfreundlichkeit im Fokus des Tests

Im Gesamtergebnis schnitten 38 Angebote mit „sehr gut„ ab, 19 mit „gut“ und der Rest mit „befriedigend„. Schlechtere Noten gab es nicht. „Die Angebote haben weitgehend ein hohes Niveau“, urteilen die Tester. Ganz vorne liegen die Produkte von DBV (Axa), Europa, Hannoversche, HDI und LV 1871. Prüfmaßstab war vor allem die Verbraucherfreundlichkeit der Bedingungen und Anträge: von der Ausgestaltung von Nachversicherungsgarantien über die Stundung bei Zahlungsschwierigkeiten bis zur Bewertung psychischer Erkrankungen. Getestet wurden nur sogenannte Solo-BUs, also keine Kombi-Angebote mit Altersvorsorge oder Risikolebensversicherung.