Schadenfall der Woche

Nach Katzensprung: Feuerwehr muss Tierhalter zur Hilfe eilen

Einem Mann aus Bielefeld wurde seine Tierliebe an einem Juniabend zum Verhängnis: Nach einem kurzen Aufenthalt auf dem heimischen Balkon kommt er qua verschlossener Tür nicht mehr in seine Wohnung zurück. Seine Katze hatte ihn ausgesperrt.

Schadenfall der Woche

Dass Katzenhaltern der Gang auf den Balkon schnell zum Verhängnis werden kann, zeigt ein Fall aus Bielefeld. | Quelle: procontra

Ein entspannter Sommerabend auf dem Balkon. Diesen Gedanken dürfte ein Katzenbesitzer aus Bielefeld im Sinn gehabt haben, als er sich gegen Mitternacht nach draußen zurückzog, um die lauen Temperaturen zu genießen. Doch aus „entspannt“ und „genießen“ sollte an diesem Abend nichts werden – am Ende verbrachte der Mann mehr Zeit unter freiem Himmel, als ihm lieb gewesen sein dürfte. Denn als er wieder in seine Wohnung zurückkehren wollte, stand er – wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet – dank seines geschätzten Haustiers vor verschlossener Tür. Der Grund für die überraschende Wendung: Der Vierbeiner hatte sich an dem Abend selbstständig gemacht und sein Herrchen mit einem gewieften Sprung auf den Balkontürgriff vor vollendete Tatsachen gestellt.

Feuerwehr und Polizei mussten anrücken

Dem offenbar mit auf den Balkon genommenen Handy sei Dank, konnte der Mann sofort die Feuerwehr verständigen und damit die unfreiwillig unter freiem Himmel verbrachte Zeit auf ein Minimum begrenzen. Polizei und Feuerwehr rückten an und konnten dem Katzenhalter durch ein gekipptes Fenster neben dem Balkon zu Hilfe eilen und ihm wieder Zutritt zu seiner Wohnung verschaffen.

Dabei ist der ausgesperrte Katzenhalter aus Bielefeld beileibe kein Einzelfall. Vor ein paar Jahren machte ein katzenhaltendes Paar aus Freiburg Schlagzeilen, das ebenfalls von ihrem Vierbeiner unfreiwillig vor die (Balkon)-tür gesetzt worden war. In diesem Fall war die Misere allerdings ungleich größer: Zwei Stunden mussten der Mann und die Frau im Februar „bei eisiger Kälte“ draußen ausharren, so berichtete damals die örtliche Polizei. 2018 wurden zwei Katzenbesitzer aus Chemnitz ein Opfer ihrer Tierliebe: Während einer Raucherpause auf dem Balkon hatte sie ihr Vierbeiner ebenfalls kurzerhand in Geiselhaft genommen.