Assekuradeur
Hector Digital insolvent: Für Makler kein direkter Handlungsbedarf

Auf Maklerinnen und Makler hat die Pleite des Kölner Assekuradeurs Hector Digital GmbH aus Köln anscheinend kaum Auswirkungen. Die Aufgaben, die das auf die Kfz-Flottenversicherung spezialisierte Unternehmen für die Huk-Coburg-Tochter Neodigital Autoversicherung übernommen hatte, wurden inzwischen an die eigenständige Neodigital Versicherung übergeben, teilte eine Sprecherin der Huk-Coburg auf procontra-Nachfrage mit. Dabei nennt sie konkret Vermittlung, Inkasso sowie Bestands- und Schadenbearbeitung.
Die Neodigital Versicherung agiert dabei, wie zuvor Hector Digital, als externer Dienstleister, außerhalb der Huk-Coburg-Gruppe. Die Neodigital Autoversicherung habe ihre Vertriebspartner und Kunden bereits über die Änderungen informiert und die neuen Ansprechpartner bei der Neodigital Versicherung kommuniziert, so die Sprecherin weiter.
AfW-Vorstand Norman Wirth ordnete gegenüber procontra ein, dass Hector Digital „kein zentraler Player für die breite Maklerschaft“ war. Der Markt der Assekuradeure sei in den vergangenen Jahren stark gewachsen. „Diese Dynamik führt naturgemäß auch zu Konsolidierungen, damit sich tragfähige Geschäftsmodelle durchsetzen und weniger stabile aus dem Markt ausscheiden“, so Wirth.
Die Hector Digital GmbH hat am 30.03.2025 den Insolvenzantrag beim Amtsgericht Münster gestellt. Darüber hatten bereits mehrere Medien berichtet – zu den Hintergründen ist bislang aber kaum etwas ans Licht gekommen. Die bereits seit längerem existierende Hector GmbH, ebenfalls spezialisiert auf Kfz-Flottenversicherung, stehe aufgrund anderer Kapitaleigner weiterhin auf gesunden Füßen, teilte dessen Geschäftsführer, Michael Grassée, gegenüber procontra mit. Er war zwar praktisch bis Februar 2026 auch Geschäftsführer von Hector Digital gewesen und offiziell im März dort ausgeschieden. Dennoch habe ihn die Insolvenz des Neodigital-Autoversicherung-Dienstleisters überrascht.
