Schadenfall der Woche

Verdacht auf Versicherungsbetrug: Hat sich das Überfall-Opfer selbst entführt?

Ein Mann war an einem Highway im amerikanischen Bundesstaat Colorado gefesselt neben seinem brennenden Auto gefunden worden. Doch der ganze Fall kam der Polizei seltsam vor.

Ein nach hinten austretendes Zebra

Im Schadenfall in dieser Woche geht es um einen gefesselten Mann, den Polizisten in Amerika neben seinem brennenden Auto fanden. | Quelle: procontra

Es war ein Anblick, den die Polizisten so schnell wahrscheinlich nicht vergessen werden: Als die Highway Cops im Oktober 2025 die Interstate 70 im US-amerikanischen Bundesstaat Colorado befuhren, sahen sie auf dem Seitenstreifen einen jungen, gefesselten Mann. Mit Paketklebeband an den Händen verschnürt, den Mund abgeklebt, stand dort ein 25-Jähriger, gleich hinter ihm sein brennendes Auto. Das berichtet CBS.

Nachdem die eintreffenden Polizisten den Mann von seinen Fesseln befreit hatten, behauptete dieser, Opfer einer Entführung geworden zu sein. Zwei Männer hätten ihn mittels Pistolen überfallen, ihn entführt und anschließend sein Auto – einen Kia Forte – in Brand gesetzt.

Untersuchungen der Polizei deckten allerdings zahlreiche Ungereimtheiten in den Schilderungen des Mannes auf. Auch ein Antrag des Mannes bei seiner Versicherung weckte bei den Ermittlern Skepsis, da der hier geschilderte Sachverhalt nur schwer mit den Beweisen vor Ort in Zusammenhang zu bringen war.

In dieser Woche wurde das vermeintliche Entführungsopfer erneut gefesselt – diesmal aber von offizieller Seite. Der 25-Jährige muss sich nun vor Gericht gegen diverse Vorwürfe verteidigen, unter anderem Brandstiftung, Versicherungsbetrug und der Blockierung einer Autobahn.