Die Itzehoer hat ihre Zahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht: In Sachen Wachstum hat der Versicherer 2025 im Vergleich zu den Vorjahren auf die Bremse getreten – zugunsten der Ertragslage. Dennoch bleibt die Kfz-Versicherung die zentrale Baustelle für das Unternehmen. Zuvor war das Kfz-Geschäft förmlich explodiert: Innerhalb von nur zwei Jahren stieg der Bestand von 1,15 Millionen Risiken Ende 2022 auf über 1,5 Millionen Ende 2024. „Ein Zuwachs, wie wir ihn noch nie zuvor hatten“, sagte Ludka – ein Wachstum, das sonst eher ein Jahrzehnt benötigt hätte. 2025 stand deshalb weniger der Ausbau, sondern vielmehr die Stabilisierung im Fokus: Der Bestand in der Kfz-Haftpflicht (KH) legte noch leicht um 2,1 Prozent auf 1.532.247 Verträge zu.
2026 raus aus der Verlustzone?
Während die Kasko-Sparte laut Unternehmen wieder in die Gewinnzone zurückgeführt wurde, bleibt die Kfz-Haftpflicht mit einer Schaden-Kosten-Quote von 115 Prozent noch defizitär. Der Grund: gezielte Stärkung der Schadenrückstellungen, die laut Ludka notwendig war, um die „Resilienz“ wieder auf das frühere Niveau zu bringen. Ein Einmaleffekt, der sich für die Zukunft stabilisierend auswirken soll. „Mit diesem Einmaleffekt, den wir 2025 verdaut haben, werden wir die nachhaltige Konsolidierung erreichen“, erklärte Ludka. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen damit, dass neben Kasko auch die Kfz-Haftpflicht wieder zur Ertragskraft beiträgt.
Rechtsschutzverträge legen zu
Abseits der Kfz-Sparte entwickelte sich das Geschäft nach Angaben des Unternehmens positiv: Die Bruttobeiträge stiegen um 10,5 Prozent auf 941,1 Millionen Euro, der Jahresüberschuss verdoppelte sich auf 21 Millionen Euro. „Den Überschuss haben wir zur Absicherung unseres Wachstums unserem Eigenkapital zugeführt“, so Ludka.
Auch die Rechtsschutzversicherung – zweitgrößte Sparte des Hauses – legte zu: Die Vertragszahl wuchs um 2,9 Prozent auf 390.193, die Beitragseinnahmen um 5,5 Prozent auf rund 83,2 Millionen Euro. Mit Blick nach vorn setzt der Versicherer auf eine neue Tarifgeneration, die laut Ludka „in vielen relevanten Leistungsbereichen klar über Marktniveau liegt“. Für 2026 erwartet der Vorstand eine Fortsetzung des moderaten Wachstumskurses: ein Beitragsplus von rund 20 Millionen Euro sowie einen stabilen Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau.
Long Story short
Wachstum gebremst, stabilisiert: Nach dem Kfz-Boom der Vorjahre haben die Itzehoer 2025 ihren Bestand nur noch moderat ausgebaut (+2,1 % in der Kfz-Haftpflicht).
Kfz bleibt Baustelle: Trotz Fortschritten liegt die Schaden-Kosten-Quote in der Haftpflicht bei 115 % – belastet durch höhere Rückstellungen.
Trendwende in Sicht: Kasko ist wieder profitabel, auch die Kfz-Haftpflicht soll 2026 in die Gewinnzone zurückkehren.
Ergebnis deutlich verbessert: Beiträge +10,5 % auf 941 Mio. Euro, Jahresüberschuss auf 21 Mio. Euro verdoppelt.
Rechtsschutz wächst weiter: Verträge +2,9 %, Beiträge +5,5 % – neue Tarife sollen die Marktposition stärken.

