Schadenfall der Woche

Großbrand löst Klopapier-Knappheit aus

Im US-Bundesstaat Kalifornien ist ein riesiges Lagerhaus für Toilettenpapier niedergebrannt. Es ist von Brandstiftung die Rede – und von einer möglichen Klopapier-Knappheit an der Westküste.

Ein nach hinten austretendes Zebra

| Quelle: procontra

In Corona-Zeiten wurden Hamsterkäufer belächelt. Doch wer jetzt noch über enorme Klopapier-Vorräte verfügt, für den schlägt endlich die große Stunde – zumindest im US-Bundesstaat Kalifornien. Denn wie das US-Magazin Insurance Journal und der TV-Sender Fox News berichten, ist in der dortigen Stadt Ontario an diesem Dienstag ein über 100.000 Quadratmeter großes Lagerhaus niedergebrannt. Bei diesem handelte es sich um ein Vertriebszentrum des Konzerns Kimberly-Clark, dass überwiegend Toilettenpapier und Kosmetiktücher beinhaltet haben soll. Das dortige Versorgungsgebiet des Anbieters würde rund 50 Millionen Menschen umfassen, heißt es.

Laut der örtlichen Feuerwehr hätten zwar rund 175 Feuerwehrleute beim Löschen des Großbrands ihr Bestes gegeben. Sie hatten es aber nicht verhindern können, dass alle in dem Gebäude gelagerten Produkte komplett zerstört wurden.

Verdacht auf Brandstiftung

Zwar teilte Kimberly-Clark mit, sich um alternative Versandstandorte und zusätzliche Lagerkapazitäten für die Region zu bemühen. Auch Produktionsanlagen seien nicht beeinträchtigt worden. Dennoch geht beispielsweise die vom Insurance Journal zitierte Branchenanalystin Diana Gomes davon aus, dass es in Folge des Brandes zu Lieferengpässen an der Westküste kommen könnte.

Den Berichten zufolge könnte es sich bei dem Vorfall um Brandstiftung handeln. Demnach wurde ein 29-jähriger Mitarbeiter eines am Versandzentrum aktiven Drittanbieters festgenommen, der sich verdächtig gemacht haben soll.

Zum Versicherungsschutz des Lagerhauses ist zwar nichts bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass dafür eine Feuerversicherung bestand, die den Sachschaden und gegebenenfalls auch den darauf folgenden Betriebsunterbrechungsschaden bezahlen wird, sofern alle vertraglich vereinbarten Brandschutzmaßnahmen eingehalten wurden. Auch bei Brandstiftung kann Kimberly-Clark in der Regel mit der Versicherungsleistung rechnen, da es für die Schadenzahlung erst einmal um die versicherte Gefahr Feuer geht.