Maklerpool-Allianz

Germanbroker, Charta und Finet bieten Maklern Nachfolgelösung

Germanbroker, Charta und Finet bieten mit Germanpartnership eine Alternative zu den großen Konsolidierern auf dem Maklermarkt an. Die Anzahl ihrer Übernahmen hält sich bislang aber sehr in Grenzen.

Hartmut Goebel und Vivian Martin

Hartmut Goebel und Vivian Martin | Quelle: Germanpartnership

Die Maklerverbünde Germanbroker.net und Charta sowie der Maklerpool Finet haben gemeinsam eine Firma für Makler-Nachfolgelösungen aufgebaut. Die Germanpartnership Verwaltungs GmbH mit Sitz in Hagen wird von Germanbroker-Vorstand Hartmut Goebel und der Germanbroker-Fachbereichsleiterin Vivian Martin geführt.

„Es ging uns vor allem darum, den Mitgliedern unserer Netzwerke eine passende Nachfolgelösung zu bieten, die einen langfristigen Fortbestand der Unternehmen im Maklereigentum ermöglicht“, erläutert Martin auf procontra-Nachfrage die bereits Ende 2023 erfolgte Gründung. Viele Maklerkollegen hätten die Akteure zuvor angesprochen und den Wunsch nach einer Nachfolgelösung geäußert, bei der das Unternehmen „dauerhaft in einem von Versicherungsmaklern geprägten Kulturraum“ verbleibe. Daher sei es das Ziel von Germanpartnership, ein Netzwerk qualifizierter Maklerhäuser in Deutschland aufzubauen und auf diesem Wege Mitarbeitern und Unternehmermarken eine langfristige Perspektive zu bieten.

Damit befindet sich Germanpartnership in Konkurrenz zu den großen Konsolidierern wie zum Beispiel MRH Trowe, Aventus und HBC, die seit ein paar Jahren Maklerhaus um Maklerhaus aufkaufen. Kann das Trio da preislich mithalten? „Wir bieten einen kaufmännischen Preis. Mit diesem muss der Kapitaldienst aus dem Kauf bedient werden. In der Regel wird dies nicht der höchste Marktpreis sein, den man erzielen könnte“, sagt Martin gegenüber procontra. Doch die Maker würden das bei ihnen auch nicht erwarten.

Bisher 3 Übernahmen

Womit Germanpartnership hingegen punkten will, sei die oft bereits vorhandene Vertrauensbasis aufgrund jahrelanger Zusammenarbeit mit den drei Intermediären. Auch nach einer Übernahme stünde den Betrieben das Backoffice von Germanbroker für die digitale Integration zur Verfügung. Dazu komme die Erfahrung der beteiligten Akteure. „Unsere Nachfolgekandidaten behalten ihre unternehmerische Freiheit - insbesondere auf technischer Seite leben wir einen offenen Ansatz und sind in der Lage, unterschiedlichste MVPs zu servicieren. Hier sehen wir auch einen besonderen Hebel, bei dem die Makler von unserer Expertise profitieren können, zudem erleichtern wir viele Aufgaben im Backoffice und entlasten den Innendienst der Häuser dadurch“, so Martin weiter.

Zielgruppe für Germanpartnership seien Makler mit einem Courtageumsatz zwischen 250.000 und 1.500.000 Euro im Jahr, idealerweise mit Schwerpunkt in der Kompositversicherung. Den ersten Maklerkauf habe man 2024 getätigt, zwei weitere im vergangenen Jahr, insgesamt also erst drei. Man wolle einfach eine Alternative zu den großen Konsolidierern bieten, heißt es. Diese seien sowohl als Share Deals (Unternehmenskauf) als auch als Asset Deals (Bestandskauf) möglich.