Vermittler-Umfrage
Fondspolicen-Auswahl: Worauf Makler besonders achten

Fondspolicen sind das Zugpferd der Lebensversicherer. Zuletzt waren sie für knapp die Hälfte des gesamten Neugeschäfts verantwortlich. Doch was macht aus Vermittlersicht eine gute fondsgebundene Lebensversicherung aus? Auf welche Kriterien achten vor allem Makler besonders, wenn sie die besten Produkte für ihre Kunden heraussuchen?
Mit dieser Frage hat sich das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) beschäftigt. In einer Befragung von insgesamt 138 Vermittlerinnen und Vermittlern – davon über 90 Prozent nach § 34d GewO tätig, der Großteil als Makler – beantworteten 80 auch die Frage, welche Kriterien ihnen bei der Auswahl einer Fondspolice am wichtigsten sind (Mehrfachantworten möglich). Die fünf meistgenannten Kriterien waren dabei:
Flexibilität in der Auszahlungsphase (73 Prozent)
Auswahl an ETFs/Indexfonds (71 Prozent)
Flexibilität während der Aufschubzeit (68 Prozent)
Kosten (65 Prozent)
Finanzstärke des Unternehmens (55 Prozent)
Eine weitere Frage innerhalb der Erhebung zeigt zudem, dass individuelle Entnahmepläne derzeit den höchsten Stellenwert in der Beratung der Vermittler einnehmen.
Die deutliche Gewichtung in Richtung eines möglichst flexiblen Vertragsverlaufs zeigt, dass Fondspolicen trotz des hohen Neugeschäftsanteils kein Selbstläufer sind. Die Lebensversicherer und die Vermittler müssen sich ins Zeug legen, um die Kundinnen und Kunden von den Produkten zu überzeugen. Schließlich werden beispielsweise ETF-Sparpläne als Altersvorsorge-Alternative zur Lebensversicherung immer beliebter.
Alte-Leipziger-Vorstand Jürgen Bierbaum hatte kürzlich im procontra-Interview betont, dass die Fondspolice den ETF-Sparplänen zwar einiges an Leistungen und Services entgegenzusetzen habe. Die Vermittler müssten diese Nutzen und Vorteile aber aktiv ihren Kunden, auch den Bestandskunden, präsentieren, damit diese bei ihnen nicht in Vergessenheit geraten.
