Schwere Krankheiten: Die unterschätzte Lücke in der Absicherung

Eine schwere Diagnose bringt nicht nur gesundheitliche, sondern häufig auch finanzielle Herausforderungen mit sich. Warum klassische Absicherungskonzepte oft nicht ausreichen und wie Vermittler Versorgungslücken im Beratungsgespräch sichtbar machen können.

Schwere Krankheiten: Die unterschätzte Lücke in der Absicherung

Schwere Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall verändern das Leben von einem Moment auf den anderen. Neben der medizinischen Behandlung entstehen häufig zusätzliche finanzielle Belastungen, die viele Kunden im Vorfeld nicht berücksichtigen. Für Vermittler stellt sich daher zunehmend die Frage, wie diese Risiken im Rahmen einer ganzheitlichen Vorsorge sinnvoll adressiert werden können.

In vielen Beratungsgesprächen liegt der Fokus auf der Absicherung der Arbeitskraft. Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt dabei als zentrales Instrument. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass sie nicht alle finanziellen Folgen einer schweren Erkrankung abdeckt. Leistungen setzen erst bei einer konkreten Einschränkung der beruflichen Leistungsfähigkeit ein und häufig erst nach längeren Prüfprozessen. Kosten, die bereits unmittelbar nach der Diagnose entstehen, bleiben davon unberührt.

Dazu zählen etwa Fahrten zu Spezialkliniken, privat finanzierte Medikamente oder Therapien, Unterstützung im Haushalt oder notwendige Anpassungen im Alltag. Gerade in der frühen Phase einer Erkrankung können solche Ausgaben schnell zur Belastung werden.

Konzepte zur Absicherung schwerer Krankheiten setzen genau an dieser Stelle an. Sie stellen bei der Diagnose definierter Krankheitsbilder eine einmalige finanzielle Leistung bereit, die unabhängig von der beruflichen Situation verwendet werden kann. Für Kunden bedeutet das zusätzlichen Handlungsspielraum, für Vermittler eine sinnvolle Ergänzung bestehender Absicherungslösungen.

Ein Fall aus der Beratungspraxis verdeutlicht dies:

Vermittler Herr Schulte berichtet von einer Kundin Anfang 40, die unerwartet schwer erkrankte. Trotz bestehender Berufsunfähigkeitsversicherung erhielt sie zunächst keine Leistungen. Eine zusätzliche Absicherung gegen schwere Krankheiten ermöglichte jedoch eine schnelle finanzielle Unterstützung, die sie für ergänzende Therapien und zur Entlastung der Familie nutzte.

Absicherung schwerer Krankheiten im Pro-/Contra-Überblick

Pro

  • Finanzielle Unterstützung kann unmittelbar nach der Diagnose erfolgen

  • Flexible Verwendung der Leistung, unabhängig von Berufsunfähigkeit

  • Schließt Versorgungslücken klassischer Absicherungskonzepte

Contra

  • Leistungen greifen nur bei klar definierten Krankheitsbildern

  • Kein Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung

  • Erklärungsbedarf im Beratungsgespräch

Absicherungslösungen für schwere Krankheiten sind kein vollständiger Schutz, können jedoch eine relevante Lücke schließen, die in vielen Vorsorgekonzepten bislang unberücksichtigt bleibt. Entscheidend ist eine transparente Einordnung in die bestehende Absicherungsstrategie.

Ein konkretes Beispiel für eine solche Lösung ist der Eagle Star Krankheits-Schutzbrief von Zurich.

Weitere Informationen finden Vermittler unter: