Schadenfall der Woche

Promi-Ärger über private Krankenversicherung

"Höhle-der-Löwen"-Investorin Judith Williams ärgert sich bei Instagram über ihre private Krankenversicherung. Vieles an dem Fall bleibt indes unklar - Leser sollten hieraus keine falschen Schlüsse ziehen.

Ein nach hinten austretendes Zebra

Im Schadenfall der Woche geht es diese Woche um die Kritik von TV-Unternehmerin Judith Williams an ihrer Krankenversicherung. | Quelle: procontra

Judith Williams ist wütend. Wütend auf ihre Krankenversicherung. Ihrem Frust ließ die Unternehmerin, die dank der TV-Show „Höhle der Löwen“ hohe Bekanntheit genießt, jüngst in einem Instagram-Video freien Lauf, über das unter anderem der Stern berichtet.

„Die letzten 48 Stunden waren intensiv in jeder Hinsicht“, schilderte Williams sichtlich aufgekratzt. Offenbar gab es einen medizinischen Notfall bei einer ihrer Töchter – was genau vorgefallen war, wird aus dem Video allerdings nicht klar. Klar wird hingegen, dass Williams wütend auf ihre Versicherung ist. Anzunehmen aufgrund der Umstände ist, dass die bekannte TV-Unternehmerin sich über ihre private Krankenversicherung aufregt – konkret adressiert wird der Verursacher ihrer Enttäuschung allerdings nicht.

Williams ärgert sich darüber, dass die ganzen Notrufnummern ihrer Versicherung nicht funktionierten. Eine funktioniert dann aber doch, Williams landet in einer Warteschlange bzw. in Williams eigenen Worten in der „Bürokratieschleife einer privaten Versicherung“. Hierüber zeigt sich Williams erbost: „Bei dem Preis, was man bezahlt, frage ich mich, was das soll." Obwohl sie seit 20 Jahren bei dem Unternehmen versichert sei, habe sie – nachdem sie offenbar dann doch durchgestellt wurde - mit dem Mitarbeiter erst einmal über ihr Versicherungsverhältnis diskutieren müssen, anstatt das „OK“ für die Aufnahme in einer Klinik zu erhalten – und das, obwohl ihre Tochter kaum habe atmen können. Williams beendete schließlich das Telefonat und zahlte mit ihrer Kreditkarte.

Vieles bleibt unklar

Soweit die Schilderung. Doch vieles an dem Fall bleibt unklar. In der Regel erfolgt in Krankenhäusern bei Notfällen die Behandlung sofort, eine vorherige Kostenbestätigung ist in solchen Fällen nicht üblich. Warum Williams trotz des offenbar vorliegenden Notfalls – den Atembeschwerden der Tochter – sich offenbar gezwungen sah, das Einverständnis zur Kostenübernahme seitens des Versicherers einzuholen, bleibt unklar.

Auch die Sichtweise des Versicherers wäre in diesem Fall interessant – da dieser aber nicht benannt wird, lässt sich diese nicht erfragen. So bleibt der Leser am Ende mit einer diffusen Versicherer-Kritik zurück.

Aus dieser sollten jedoch keine falschen Rückschlüsse gezogen werden. Auch wenn es im Einzelfall immer wieder zu Unstimmigkeiten und Problemen zwischen Versicherer und Kunden kommen kann, sind Menschen gut beraten, sich gegen Unfälle bzw. Erkrankungen im Ausland gut abzusichern. Denn gerade der Rücktransport nach Deutschland kann hohe fünfstellige Kosten verursachen.