Deutschland – Sparland

10 Bio. Euro Geldvermögen: Neue Chancen für Versicherungsmakler

Deutschland bleibt Sparland. Nach Berechnungen der DZ Bank ist das Geldvermögen der privaten Haushalte hierzulande im Jahr 2025 erstmals auf über zehn Billionen Euro gestiegen. Maklerberatung wird dadurch noch wichtiger.

Älterer Mann zählt Euro-Scheine

Die Deutschen legen ihr Geld lieber auf die hohe Kante statt es auszugeben. | Quelle: Dobrila Vignjevic

Die DZ Bank geht in einer aktuellen Hochrechnung davon aus, dass das nominale Geldvermögen im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um gut sechs Prozent oder knapp 600 Milliarden Euro auf 10,03 Billionen Euro angewachsen ist.

Ein zentraler Treiber des Vermögenszuwachses bleibt die hohe Sparleistung der Haushalte. Die Sparquote lag 2025 nach Schätzungen von DZ-Bank-Ökonom Michael Stappel bei 10,4 Prozent. Zwar ist das weniger als im Vorjahr (11,2 Prozent), doch weiterhin über dem langfristigen Durchschnitt. Hintergrund ist eine anhaltend hohe wirtschaftliche und politische Unsicherheit: Viele Verbraucher halten ihr Geld gerade lieber zusammen, anstatt es auszugeben.

Börse als Wachstumsmotor

Neben dem Sparen war erneut die Börse der zweite große Motor des Vermögensaufbaus. Wer die Zurückhaltung gegenüber Aktien abgelegt hatte, profitierte 2025 im dritten Jahr in Folge von kräftigen Kursgewinnen. Allein der DAX legte auf Jahressicht rund 23 Prozent zu. Aktien und Fonds steuerten nach Berechnungen der DZ Bank rund 290 Milliarden Euro zum Vermögenszuwachs bei – das entspricht mehr als drei Prozentpunkten des gesamten Anstiegs.

Konsum bleibt schwach

Der starke Vermögensaufbau hat jedoch eine Kehrseite: Die Konsumlaune in Deutschland bleibt gedämpft. Händler blickten bereits im Weihnachtsgeschäft mit Sorge auf zurückhaltende Kunden. Viele Haushalte bevorzugen weiterhin Sicherheit und Liquidität – oft in Form von Tagesgeldkonten, die real jedoch an Kaufkraft verlieren können, wenn die Inflation höher liegt als die Verzinsung.

Ausblick: Wachstum setzt sich fort

Für 2026 erwarten die Ökonomen eine leichte Abschwächung, aber keinen Bruch des Trends. Die Sparquote dürfte mit einer moderaten wirtschaftlichen Erholung auf etwa 10,3 Prozent sinken, die absolute Ersparnis jedoch hoch bleiben. Auch an den Aktienmärkten rechnen Experten zwar mit geringeren, aber weiterhin positiven Kurszuwächsen. Unter diesen Annahmen könnte das Geldvermögen der privaten Haushalte im kommenden Jahr um rund fünf Prozent auf etwa 10,5 Billionen Euro anwachsen.

Chancen für die Beratung

Für Versicherungsmakler ergeben sich durch diese Entwicklung große Chancen, denn mit dem wachsenden Vermögen steigt auch der Bedarf an kompetenter Beratung zu Altersvorsorge, Vermögensübertragung und Absicherung bestehender Vermögenswerte. Makler können sich hier als Übersetzer zwischen „Sicherheitsbedürfnis“ und „Renditenotwendigkeit“ positionieren und mit Produktkenntnis und Kapitalmarktverständnis punkten.

Long Story short

  • Rekord beim Geldvermögen: Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland ist 2025 um gut sechs Prozent auf erstmals über zehn Billionen Euro gestiegen.

  • Sparen und Aktien als Haupttreiber: Der Vermögenszuwachs wurde vor allem durch eine weiterhin hohe Sparquote sowie kräftige Kursgewinne an den Aktienmärkten getragen.