Schadenfall der Woche

Steinschlag-Serie: Pendler zahlt trotz Versicherung tausende Euro selbst

Wenn es Selbstbehalte regnet: Wegen immer wiederkehrender Steinschläge auf derselben Strecke zahlt ein Pendler auf der A22 trotz Versicherung tausende Euro. Der Selbstbehalt wird zur Dauerbelastung.

Schadenfall der Woche

| Quelle: procontra

Auf der österreichischen Autobahn A22 zwischen Korneuburg und Stockerau Ost häufen sich aktuell Steinschläge – mit spürbaren finanziellen Folgen für Betroffene. Ein Pendler berichtet im Gespräch mit der Tageszeitung „Heute“, dass seit November 2025 immer wieder Schäden an seiner Windschutzscheibe auftreten. Die Bilanz fällt deutlich aus: Insgesamt 5.100 Euro Reparaturkosten haben sich angesammelt – ein Betrag, der zwar größtenteils von der Kfz-Versicherung getragen wird, jedoch durch Selbstbehalte von 450 Euro pro Schaden spürbar bleibt.

Versicherung greift, Belastung bleibt

Trotz bestehender Teilkaskoversicherung zeigt sich ein bekanntes Muster: Schutz ja – Entlastung nur begrenzt. In Summe musste der Betroffene laut eigener Aussage bereits 1.350 Euro selbst tragen. Besonders bemerkenswert: Auch seine Frau, die denselben Streckenabschnitt nutzt, war bereits mehrfach betroffen. Der Fall illustriert ein klassisches Spannungsfeld im Kfz-Versicherungsmarkt: Während Policen standardisierte Schäden zuverlässig regulieren, sorgen wiederkehrende Ereignisse in Kombination mit Selbstbehalten für eine kumulative finanzielle Belastung, die im Alltag nicht für Jubelsprünge sorgt.

Ursache unklar: Risiko bleibt, Erklärung fehlt

Warum es gerade auf diesem Autobahnteilstück vermehrt zu Steinschlägen kommt, bleibt offen. Der Betroffene schließt laut „Heute“ eigenes Fehlverhalten aus und verweist auf dichten Kolonnenverkehr, der hohe Geschwindigkeiten oder riskantes Fahrverhalten faktisch ausschließe. Auffällig sei zudem die saisonale Häufung im Winter.