Nachgefragt

201 Tage bis zur BU-Rente: Ursachen, Vorwürfe und was Maklern hilft

Zwischen BU-Leistungsantrag und Auszahlung vergehen oft viele Monate. Woran liegt das? procontra hat Versicherer und spezialisierte Makler gefragt, wo sie Engpässe sehen und wie sich das Verfahren im Sinne der Versicherten verbessern lässt.

Geschäftsfrau, versteckt sich hinter einem Ordner Stapel

Frau hinter Aktenordnern: Die Bearbeitung von BU-Anträgen erweist sich häufig als sehr komplex. | Quelle: AndreyPopov

Wer seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann, ist auf eine zügige Regulierung angewiesen. Die Realität in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sieht jedoch häufig anders aus: Laut einer aktuellen Untersuchung der Ratingagentur Franke und Bornberg betrug die durchschnittliche Gesamtregulierungsdauer in der Branche – die Zeit von der Erstmeldung des Leistungsfalls bis zur abschließenden Entscheidung des Versicherers – zuletzt 201 Tage, also mehr als sechs Monate. Zum Vergleich: 2023 waren es noch 189 Tage. Besorgniserregend ist die Entwicklung insbesondere bei psychischen Erkrankungen, der häufigsten Ursache für eine Berufsunfähigkeit. Hier verstreichen im Schnitt sogar 286 Tage, ehe eine finale Entscheidung vorliegt. Für Betroffene, die sich ohnehin in einer gesundheitlichen und finanziellen Ausnahmesituation befinden, stellt diese Wartezeit eine erhebliche Belastung dar. procontra hat führende BU-Versicherer sowie spezialisierte Makler befragt, wie sich diese Zeiten erklären lassen und wo angesetzt werden muss.

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