Wenn alle willkommen sind: Tierversicherungen ohne Rasseausschlüsse

Ausschlüsse ganzer Rassen bei der Haftpflicht oder sogenannter rassetypischer Erkrankungen beim Krankenschutz gibt es, aber nicht alle Tierversicherer handeln hier gleich. Lesen Sie hier, wo Hunde und Katzen aller Rassen eine Heimat finden.

Wenn alle willkommen sind: Tierversicherungen ohne Rasseausschlüsse

| Quelle: Fotolia

Wenn man einen Chihuahua neben einer Deutschen Dogge sieht, fällt es schwer zu glauben, dass sie beide vom Wolf abstammen. Im Laufe vieler Jahrtausende hat der Mensch den Hund nach seinen Vorstellungen verändert und dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Erscheinungsformen herausgezüchtet. Mehr als 340 anerkannte Hunderassen führt der Verband für das Deutsche Hundewesen. Bei den Katzen werden je nach Quelle bis zu 70 Rassen unterschieden.

Was heißt rassetypisch?

Jedes Tier hat seinen individuellen Charakter und wird durch die Umgebung, in der es lebt, geprägt. Dennoch gibt es bei einigen Rassen bestimmte Merkmale, die gehäuft auftreten – einfach deshalb, weil bei der Zuchtauswahl immer wieder Elterntiere verpaart wurden, bei denen diese Eigenschaften besonders stark ausgeprägt waren. Das können Verhaltensweisen sein,etwa ein starker Jagdtrieb oder ein ausgeprägtes Territorialverhalten. Oder aber es wurden bestimmte physische Erscheinungsformen immer wieder bevorzugt, bis sie fest im Erbgut der jeweiligen Rasse verankert waren.

Es gibt deswegen trotz aller Individualität rassetypische Charaktereigenschaften und leider auch rassetypische Erkrankungen. Das heißt, gesundheitliche Probleme, die aufgrund bestimmter Rassemerkmale gehäuft auftreten.

Die sogenannten Qualzuchten

Von Qualzuchten spricht man, wenn Tiere aufgrund der Zuchtmerkmale von vornherein ein deutlich erhöhtes Risiko für Erkrankungen, Schmerzen oder Einschränkungen aufweisen. Ein bekanntes Beispiel sind Hunderassen mit stark verkürzten Schnauzen wie Mops, Französische Bulldogge, Pekinese oder Shit Tzu. Die Verkürzung des Kopfes und die damit einhergehende Verengung der Atemwege führen häufig zu Atemnot, Überhitzung, schneller Erschöpfung, Augen- oder Zahnproblemen. Hunderassen mit langem Rücken und kurzen Beinen wie Dackel oder Corgi wiederum weisen ein deutlich erhöhtes Risiko für Bandscheibenvorfälle und andere Rückenprobleme auf. Bei den Katzen gehören unter anderem die Perserkatze wegen ihrer Kurzköpfigkeit und die Sphinx wegen des fehlenden Fells und der damit einhergehenden häufigen Hauterkrankungen zu den Qualzuchten.

AGILA versichert sie alle

Es gibt Versicherer, die bestimmte Rassen wegen ihrer rassetypischen Merkmale ganz ausschließen, zum Beispiel erhalten Hundehaltende mit sogenannten „Kampfhunden“ nicht überall eine Haftpflichtversicherung. In der Tierkrankenversicherung sind die rassetypischen Erkrankungen bei vielen Versichern grundsätzlich ausgeschlossen, unabhängig davon, ob das Tier betroffen ist oder nicht.

AGILA ist anders: Hier wird kein Tier allein wegen seiner Rassezugehörigkeit ausgeschlossen. In der Hundehalterhaftpflicht werden alle Rassen aufgenommen. Und für die rassetypischen Erkrankungen gilt, wenn bei Abschluss der Tierkranken- oder OP-Versicherung weder Symptome noch eine Diagnose vorliegen, dann sind sie für die Zukunft im Versicherungsschutz inbegriffen.

Sie möchten mehr erfahren?

Fragen zur Versicherung von Hunden und Katzen mit besonderen Zuchtmerkmalen beantwortet Ihnen gern Ihr Ansprechpartner bei AGILA, Christian Scheunemann. Sie erreichen ihn direkt unter [email protected].

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