Wie sich die PKV-Leistungsausgaben verteilen

PKV von Sebastian Wilhelm

Der medizinische Fortschritt mit immer aufwendigeren Verfahren und Technologien sowie die alternde Bevölkerung verteuern die Gesundheitsversorgung – diesbezüglich ergeht es der PKV nicht anders als den Krankenkassen. Doch auf welche Bereiche entfallen die PKV-Ausgaben?

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24,7 Milliarden Euro schütteten die privaten Krankenversicherer im Jahr 2014 aus – so viel oder mehr als das Bruttoinlandsprodukt kleinerer Staaten. Dass die Gesundheitskosten stetig steigen, ist in allen alternden Industrienationen zu beobachten. Neben dem wachsenden Bedarf an Leistungen sorgen dafür auch Hightech-Medizin und kostspieligere Diagnose- und Therapiemethoden. Über die Zeit gibt es allerdings Verschiebungen zwischen den einzelnen Leistungsblöcken, wie die Grafik offenbart.

Es zeigt sich, dass der Anteil der ambulanten Heilkosten der PKV zuletzt deutlich zurückging, von 28,7 auf 22,7 Prozent. Komplementär dazu stiegen die Anteile der stationären Versorgung, der Arzneien, der Beitragsrückerstattungen und der Zahnversorgung. Daran lässt sich möglicherweise zum einen der Trend ablesen, für eine fachärztliche Behandlung gleich ins Krankenhaus zu gehen anstatt in eine Praxis. Zum anderen erkennt man darin die wachsende Beliebtheit privater Zahnzusatzversicherungen. Deren Zahl hat sich seit dem Jahr 2000 mehr als vervierfacht; insbesondere seit 2005 bleiben gesetzliche Krankenversicherte auf einem großen Teil der Zahnversorgungskosten sitzen, wenn sie nicht privat vorgesorgt haben.