Jahresbericht

Schadenfälle: So entschied die Ombudsfrau bei Unfallversicherungen

Auch im Bereich der Unfallversicherungen erreichten die Ombudsstelle 2025 mehr Beschwerden als noch im Vorjahr. Einige der Fälle waren herausfordernd.

Gestürzter Mann im Wohnzimmer

Bei manchem Fall für die Unfallversicherung muss die Ombudsstelle helfen. | Quelle: sturti

Nicht jede Streitigkeit zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer muss vor Gericht ausgetragen werden - deshalb hat die Ombudsstelle gut zu tun. Sibylle Kessal-Wulf ist seit April 2024 Ombudsfrau für Versicherungen. In ihren Zuständigkeitsbereich fallen alle Sparten der privaten Versicherungswirtschaft, in denen Verbraucher Versicherungsverträge abschließen können, mit Ausnahme der Kranken- und Pflegeversicherung.

Im Vergleich zum Vorjahr ist das Beschwerdeaufkommenin 2025 um 34,1 Prozent gestiegen und etwa vier von fünf Beschwerden wurden für das Schlichtungsverfahren zugelassen. Die Schlichtungsquote liegt bei 50,2 Prozent (ohne Lebensversicherungen) und ist damit etwas geringer als im Vorjahr (52,4 Prozent).

Mehr Fälle bei Unfallversicherungen

Auch im Bereich der Unfallversicherungen hat sich die Zahl der Beschwerden erhöht. Sie stieg von 489 im Vorjahr auf 623 an - ein Plus von 27,4 Prozent. Wie schon bei der Hausratversicherung und der Kfz-Versicherung hat die procontra-Redaktion auch aus der Unfall-Sparte einige besonders knifflige Schadenfälle herausgesucht (siehe Bildergalerie), für die Kessal-Wulf eine Lösung finden musste. Mal zugunsten des Versicherungsnehmers, mal zugunsten des Versicherers.

Vier Unfallversicherungs-Fälle für die Ombudsstelle

Arztvisite ist kein Arztbesuch