So verkauft man Pflege 2018

Berater Top News profino von Leonie Pfennig

Auch nach dem Pflegestärkungsgesetz II drohen Pflegebedürftigen große finanzielle Lücken - individuelle Pflegeberatung ist darum das A und O. Worauf hierbei zu achten ist, hat Pflegespezialistin Leonie Pfennig in einer Checkliste zusammengestellt.

Expertin in Sachen Pflege: Leonie Pfennig

Expertin in Sachen Pflege: Leonie Pfennig

Pflegevorsorge ist auch nach der Einführung des PSG II ein wichtiges Thema. Nach wie vor gibt es finanzielle Lücken in Höhe von mindestens 50%. Es hat sich nichts geändert, die Kunden benötigen weiterhin eine individuelle Beratung.   

Welche Grundanforderungen werden an einen leistungsstarken Tarif gestellt? Hierzu gibt es eine Checkliste der Mindestanforderungen:

  • Gesundheitsfragen im Antrag:  Abfragezeitraum 5 Jahre, Angabe von definierten Einzelerkrankungen ohne Endlos-Aufzählungen

  • Absicherung von ambulanten und stationären Leistungen, 100% stationär ab PG 2

  • Alternativprüfung nach ADL und GDS

  • Anzeigefrist: möglichst lange

  • Beitragsaussetzungen möglich? Hier ist zu prüfen: wie oft, wie lange und unter Angabe von Gründen? Achtung: in dieser Zeit setzt die Leistung aus. Beitragsreduzierung bei gleicher Leistung ohne Angabe von Gründen optimal. 

  • Beitragsbefreiung: das kann man so oder so sehen: Kunden mögen Beitragsbefreiungen ab dem PG 1 oder 2, das kennen sie auch von der BU-Absicherung. Ab dem PG 4 ist aber auch gut, weil der Beitrag unter Umständen auf Dauer stabiler bleibt. 

  • Dynamik und Widerspruch: Beitrags- und Leistungsdynamik ohne Alterseinschränkung, alle 2 Jahre 5%, Widerspruch 2x hintereinander möglich

  • Leistung bei Sucht und Vorsatz: wichtig, um sich im Leistungsfall nicht mit dem Versicherer streiten zu müssen, denn was genau ist Sucht?

  • Leistung bei KH-Unterbringung: wichtig, denn man denkt nicht immer daran, dem Versicherer zu melden, wann man ins Krankenhaus gegangen ist bzw. ab wann man wieder zu Hause ist.

  • Assistance-Leistungen: ist sehr hilfreich für den Kunden und die Angehörigen, das geht schon in die Richtung, dass sich die Versicherer mehr um die Versicherten kümmern. 

  • Nachprüfungen: sollte sich nach dem MDK-Gutachten richten 

  • Garantie bei gesetzlichen Veränderungen: wenn der Gesetzgeber das SGB XI anpasst oder einen neuen Pflegebegriff einführt, garantiert die Gesellschaft, dass der VN ohne Risikoprüfung in den dann gültigen Tarif wechseln kann. Somit erhält sich der VN seine Versicherung.

Diese Checkliste beruht auf einem Vortrag, den ich auf der Online-Messe profino gehalten habe. Wer diesen verpasst hat, kann diesen in der Mediathek der Profino finden.

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