bAV: „Wir brauchen ein Opt-out“

Wie lässt sich die bAV-Verbreitung weiter vorantreiben? An welchen Stellschrauben muss in puncto Sozialpartnermodelle noch gedreht werden und wie sinnvoll ist die Loslösung von der Tarifvertragsbindung? Darüber sprach Dr. Michael Karst, Managing Director bei Willis Towers Watson, im procontra-Videointerview.

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10:06 Uhr | 14. Juni | 2022

Zwei Sozialpartnermodelle wurden bislang festgezurrt: So wurde für die Angestellten des Talanx-Konzerns gemeinsam mit den Gewerkschaften eine Zielrente vereinbart – die Zustimmung der BaFin steht aktuell noch aus. Anfang April verständigte sich auch die Chemiebranche auf das Sozialpartnermodell. Von einer flächendeckenden Verbreitung ist die tarifgebundene betriebliche Altersvorsorge demnach noch weit entfernt. „Beim Sozialpartnermodell muss man den Beteiligten Zeit geben", sagt Dr. Michael Karst, Managing Director bei Willis Towers Watson.

In der Loslösung von der Tarifvertragsbindung sieht er indes keinen Treiber für eine bessere Verbreitung. „Für eine solche Kulturveränderung muss man erst einmal Verantwortliche finden“, ist er überzeugt. Wie sich bei den mittelständischen Betrieben das bAV-Potenzial heben lässt und warum aus dem Opting-in-Prinzip ein Opt-out werde sollte – darauf und zu weiteren Fragen nimmt der Willis Towers Watson-Manager auf dem Zukunftsmarkt Altersvorsorge im Videointerview Stellung.